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Unterschätztes Reizgas: Mehr Pfefferspray-Attacken in Schulen

Zwischenfälle mit Reizgas  

Mehr Berichte über Pfefferspray-Attacken in Schulen

17.12.2017, 17:01 Uhr | dpa

Unterschätztes Reizgas: Mehr Pfefferspray-Attacken in Schulen. Pfefferspray: Schüler unterschätzten, wie gefährlich es ist, warnt der Deutsche Lehrerverband. (Quelle: dpa/Christophe Gateau/Symbolbild)

Pfefferspray: Schüler unterschätzten, wie gefährlich es ist, warnt der Deutsche Lehrerverband. (Quelle: Christophe Gateau/Symbolbild/dpa)

Der Deutsche Lehrerverband warnt vor Pfefferspray im Klassenzimmer. Immer häufiger komme es zu Zwischenfällen an Schulen, bei denen leichtfertig mit dem Reizgas umgegangen werde, sagt der Präsident des Verbandes Heinz-Peter Meidinger: "Die Schüler denken, dass das ein Jux ist, und wissen nicht, wie gefährlich Pfefferspray wirklich ist."

Noch vor fünf Jahren seien kaum Schüler auf diese Idee gekommen. Dieses Jahr habe Meidinger von mehr als 30 Fällen gehört, oft mit Verletzten. Der Verbandspräsident forderte deshalb alle Schulen auf, Pfeffersprays auf ihrem Gelände zu verbieten.

Pfefferspray führt zu Atemnot – wenn es in die Augen gelangt, kann es zu zeitweisem Erblinden kommen. Auf der Haut juckt das Gemisch stark.

Zu Hause fänden Jugendliche nun wohl immer häufiger Pfefferspray, sagte Meidinger. Nach den Vergewaltigungen und Übergriffen in der Silvesternacht in Köln vor zwei Jahren hatten viele Menschen Reizgas zur Verteidigung gekauft.

Reizgas frei erhältlich

Weil die Spraydosen im Drogeriemarkt oder Online-Handel als Tierabwehrspray deklariert werden, gelten sie vor dem Gesetz nicht als Waffe. So kann jeder sie für rund fünf Euro kaufen. Gegen Menschen darf das Gas jedoch nur bei Notwehr verwendet werden.

Die Polizei rät aber generell ab, Pfefferspray zu benutzen – selbst in Notsituationen. "Pfeffersprays geben nur ein falsches Gefühl der Sicherheit", sagt ein Sprecher der Polizeigewerkschaft. Außerdem sei beim Einsatz die Gefahr groß, sich mit dem Sprühnebel selbst zu treffen.

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