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USA: Alabama richtet 83-jährigen Todeskandidaten hin

Todesstrafe vollstreckt  

US-Bundesstaat Alabama richtet 83-Jährigen hin

20.04.2018, 10:41 Uhr | AP

USA: Alabama richtet 83-jährigen Todeskandidaten hin. Walter Leroy Moody: Der verurteilte Mörder ist in den USA im Alter von 83 Jahren hingerichtet worden.  (Quelle: AP/dpa/Alabama Department of Corrections)

Walter Leroy Moody: Der verurteilte Mörder ist in den USA im Alter von 83 Jahren hingerichtet worden. (Quelle: Alabama Department of Corrections/AP/dpa)

In Alabama ist der bisher älteste Todeskandidat in der Geschichte des US-Bundesstaats hingerichtet worden. Walter Leroy Moody jr. war 83 Jahre alt.

Nach Injektion einer Giftspritze wurde Moody am Donnerstagabend (Ortszeit) in der Haftanstalt Atmore für tot erklärt. Ein letztes Wort lehnte er ab.

Richter befanden Moody Anfang der 90er-Jahre für schuldig, im Dezember 1989 den Richter Robert Vance per Paketbombe umgebracht zu haben. Bei der Explosion wurde die Frau des Richters schwer verletzt und das bei Birmingham im US-Staat Alabama gelegene Haus des Ehepaars zerstört.

Die Tat beging der Juraabsolvent aus Sicht der Staatsanwaltschaft aus Groll gegen das Justizsystem: Ein Berufungsgericht, dem Richter Vance angehörte, hatte Moodys Anfechtung einer Verurteilung wegen Besitzes einer Rohrbombe im Jahre 1972 abgewiesen. Damit war sein Traum von einer Karriere als Jurist geplatzt.

Moody täuschte ein rassistisches Motiv vor

Auf Moodys Konto gingen laut der Staatsanwaltschaft drei weitere Paketbombenanschläge. Ein ihm zugeschriebener Sprengsatz tötete den schwarzen Bürgerrechtsanwalt Robert Robinson aus Savannah in Georgia. Zwei weitere Paketbomben wurden abgefangen und unschädlich gemacht, darunter eine für ein Büro der Bürgerrechtsorganisation NAACP in Jacksonville in Florida. Laut der Staatsanwaltschaft wollte Moody Ermittler zur Annahme verleiten, die Verbrechen seien rassistisch motiviert.

Moody sei der älteste Todeskandidat, der seit Wiederaufnahme von Exekutionen in den 70er-Jahren hingerichtet worden sei, teilte die Nichtregierungsorganisation DPIC mit. Seine Anwälte thematisierten sein hohes Alter nicht, wiesen jedoch in vergeblichen Gnadengesuchen darauf hin, dass sein schlechter Gesundheitszustand das Prozedere der Hinrichtung verkomplizieren würde.

Verwendete Quellen:
  • AP

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