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Kakapos in Neuseeland: Babyboom bei den dicksten Papageien der Welt

Seltene Vogel-Art in Neuseeland  

Dickste Papageien der Welt brüten so viel wie noch nie

19.04.2019, 13:12 Uhr | AFP

Kakapos in Neuseeland: Babyboom bei den dicksten Papageien der Welt. Ein Kakapo-Männchen: Die seltene Papageienart paart sich nur alle zwei bis vier Jahre. (Archivbild) (Quelle: imago images/Brent Stephenson)

Ein Kakapo-Männchen: Die seltene Papageienart paart sich nur alle zwei bis vier Jahre. (Archivbild) (Quelle: Brent Stephenson/imago images)

Eigentlich pflanzen sie sich kaum fort – doch in diesem Jahr haben die neuseeländischen Kakapo-Papageien einen Rekord hingelegt. Das könnten sie dem Klimawandel zu verdanken haben.

Die dicksten Papageien der Welt, die vom Aussterben bedrohten neuseeländischen Kakapos, haben in diesem Jahr eine Rekord-Brutsaison erlebt – und profitieren dabei möglicherweise vom Klimawandel. Die nur 50 ausgewachsenen Kakapo-Weibchen legten 249 Eier, aus denen bisher 89 Küken schlüpften – mehr als doppelt so viel wie in der letzten Brutsaison, berichtete der Wissenschafter Andrew Digby der Nachrichtenagentur AFP. Er gehe davon aus, dass 75 der Küken bis ins Erwachsenen-Alter überleben.

Insgesamt gibt es derzeit nur 147 ausgewachsene Kakapos. Die extrem seltenen flugunfähigen Vögel leben ausschließlich auf vier Inseln vor der neuseeländischen Küste, auf denen sie keine natürlichen Feinde haben.

Die Tierart wird von Forschern strengstens überwacht. Jedes einzelne Tier trägt einen Sender, die Nester werden videoüberwacht. Die wissenschaftliche Begleitung ist so eng, dass die Forscher sogar wissen, dass am Karfreitag das letzte Küken der Saison schlüpfen wird.

Die Brutsaison hängt von den Rimu-Bäumen ab

Die gelb-grünen und rund vier Kilo schweren Kakapos paaren sich nur alle zwei bis vier Jahre, wenn die neuseeländischen Rimu-Bäume Früchte tragen. In diesem Jahr trugen die Bäume besonders viele Früchte - möglicherweise dank des Klimawandels, wie Forscher Digby erklärte.
 

 
Die nachtaktiven Kakapos galten bereits als ausgestorben, als 1970 einige überlebende Exemplare gefunden wurden. Die Kakapos gehören laut Digby vermutlich zu den am stärksten überwachten Arten. Die Tierschützer können nach seinen Worten die Überwachung frühestens lockern, wenn die Population auf mindestens 500 angewachsen ist.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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