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China: Schildkröten-Art vor dem Aussterben – das letzte Weibchen ist tot

Seltene Art vor dem Aussterben  

Schildkröten-Drama in China – das letzte Weibchen ist tot

15.04.2019, 15:08 Uhr | dpa, pdi

China: Schildkröten-Art vor dem Aussterben – das letzte Weibchen ist tot. China, Suzhou: Forscher heben in einem Zoo eine weibliche Jangtse-Riesenweichschildkröte aus dem Wasser. Eine der seltensten Schildkrötenarten der Welt steht nach dem Tod ihres einzigen bekannten weiblichen Exemplars vor dem Aussterben. (Quelle: dpa)

China, Suzhou: Forscher heben in einem Zoo eine weibliche Jangtse-Riesenweichschildkröte aus dem Wasser. Eine der seltensten Schildkrötenarten der Welt steht nach dem Tod ihres einzigen bekannten weiblichen Exemplars vor dem Aussterben. (Quelle: dpa)

Die Jangtse-Schildkröte ist die größte Süßwasserschildkröte der Welt. Es gibt nur noch drei Exemplare, das letzte Weibchen ist nun aber gestorben. Die Reptilien wurden exzessiv von den Menschen gejagt.

Das letzte bekannte Weibchen der Jangtse-Riesenweichschildkröte ist in einem Zoo in China gestorben – ausgerechnet bei einem Besamungsversuch, um die seltene Tierart zu retten. Die größte Süßwasser-Schildkröte der Welt steht damit wohl unausweichlich vor dem Aussterben, wie chinesische Medien unter Verweis auf Experten berichteten.

Es gibt nun weltweit nur noch drei bekannte Exemplare – ein Männchen im Zoo in China und zwei in freier Wildbahn in zwei Seen in Vietnam. Deren Geschlecht sei aber nicht bekannt und schwer festzustellen, hieß es.

Der Mensch war der größte Feind der mehr als ein Meter großen Schildkröte mit dem Fachnamen Rafetus swinhoei, die einen weichen, lederartigen Panzer hat. Die Tiere wurden gejagt, weil das Fleisch als Delikatesse galt, wie es in Presseberichten hieß. Auch wurde ihr natürlicher Lebensraum zerstört.

Künstliche Befruchtung gescheitert

Das mehr als 90 Jahre alte Schildkrötenweibchen starb am Samstag im Zoo der südchinesischen Stadt Suzhou, nachdem zuvor ein erneuter Versuch unternommen worden war, das Tier künstlich zu befruchten. Offenbar gab es Komplikationen, die genaue Todesursache ist nicht bekannt. Das Tier sei direkt nach dem Eingriff in guter Verfassung gewesen, aber 24 Stunden später gestorben, hieß es in chinesischen Presseberichten.


Die Schildkröte war 2008 vom Zoo in Changsha in Zentralchina in den Suzhou Shangfangshan National Forest Park gebracht worden, um ein Zuchtprogramm mit einem mehr als 100 Jahre alten Männchen zu starten. Seither waren fünf Versuche unternommen worden, die Schildkröte künstlich zu befruchten. Experten hätten beiden Tieren eine gute Gesundheit bescheinigt, bevor der letzte Eingriff vorgenommen worden sei, berichtete die "Suzhou Daily".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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