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Neuralink: Problem mit erstem implantierten Gehirn-Chip


Medizin
Neuralink: Problem mit erstem implantierten Gehirn-Chip

Von dpa
09.05.2024Lesedauer: 2 Min.
Elon MuskVergrĂ¶ĂŸern des BildesElon Musks Gehirnimplantate-Firma Neuralink hat ein Problem mit einem Gehirn-Chip eingerĂ€umt (Archivbild). (Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/dpa-bilder)
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Die Medizintechnik-Firma Neuralink von Elon Musk setzte im Januar erstmals einem Menschen ihren Gehirnchip ein. Erst jetzt wird bekannt, dass sich einige Elektroden wenig spÀter vom Gehirn lösten.

Elon Musks Gehirnimplantate-Firma Neuralink hat bei ihrem ersten Patienten mit einem Problem zu kÀmpfen gehabt. In den Wochen nach der Operation im Januar hÀtten sich einige der Elektroden wieder vom Gehirn des Mannes gelöst, rÀumte Neuralink in einem Blogeintrag am Mittwoch ein.

Dies sei jedoch durch Anpassung der Software aufgefangen worden. Neuralink machte das Problem erst öffentlich, nachdem das "Wall Street Journal" davon erfahren und eine Nachfrage beim Unternehmen gestellt hatte.

Das Implantat von Neuralink soll es ermöglichen, durch Gedanken ein Smartphone zu bedienen - und darĂŒber auch andere Technik. Die Firma hatte im Mai 2023 die Erlaubnis bekommen, das flache und runde Implantat in einer klinischen Studie Menschen einzusetzen. Davor war die Technik an Affen getestet worden. Das Implantat hat 1024 Elektroden, die ein Roboter mithilfe einer extrem feinen Nadel mit dem Gehirn verbindet. FĂŒr die klinische Studie suchte Neuralink nach Patienten mit Tetraplegie - einer QuerschnittlĂ€hmung, die Beine und Arme betrifft.

Bewegung vorstellen soll reichen

Wenn Menschen zu Bewegungen ansetzen, wird ein bestimmter Bereich im Gehirn aktiv. Die Elektroden fangen diese Signale auf. So soll es reichen, sich eine Bewegung vorzustellen, um einen Cursor am Computer zu bedienen. Der erste Patient mit dem Neuralink-Implantat kann dadurch dem Unternehmen zufolge unter anderem im Internet surfen sowie Schach und das Videogame "Mario Kart" spielen.

Wegen der abgelösten Elektroden sei die PrĂ€zision und Schnelligkeit der Cursor-Bedienung zunĂ€chst gesunken, gab Neuralink an. Als Reaktion habe man unter anderem den Algorithmus zum Entdecken der Gehirn-AktivitĂ€t empfindlicher gemacht und die Technik verbessert, die sie in Cursor-Bewegungen ĂŒbertrĂ€gt. Nach der Software-Anpassung seien die Genauigkeits-Werte höher als vorher, hieß es in dem Blogeintrag.

Keine Angaben zu den GrĂŒnden

Zu den GrĂŒnden fĂŒr die Ablösung der Elektroden machte Neuralink keine Angaben. Dem "Wall Street Journal" zufolge war eine der Theorien bei dem Unternehmen, dass nach der Operation Luft im SchĂ€del geblieben sein könnte. Die Studie wird von der US-Gesundheitsbehörde FDA beaufsichtigt.

An Hirn-Computer-Schnittstellen Àhnlicher Art wird schon seit Jahren geforscht und einige Menschen haben bereits verschiedene Implantate eingesetzt bekommen. Neuralink hat auch mehrere Konkurrenten, die die Technologie ebenfalls kommerziell nutzen wollen.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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