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"Nemo" reagiert mit Stress auf den Klimawandel

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Clownfische bedroht  

"Nemo" reagiert mit Stress auf den Klimawandel

11.10.2017, 20:09 Uhr | AFP

"Nemo" reagiert mit Stress auf den Klimawandel. Forscher belegen: Steigende Meerestemperaturen gefährden den Lebensraum von Clownfischen. (Quelle: dpa/Archiv/Ahmad Yusni/EPA)

Forscher belegen: Steigende Meerestemperaturen gefährden den Lebensraum von Clownfischen. (Quelle: Archiv/Ahmad Yusni/EPA/dpa)

Der Klimawandel bedroht nicht nur das Leben zahlreicher Tiere an Land, sondern stellt ebenso eine Gefahr für das Tierreich unter Wasser dar. 

Laut einer im Fachmagazin "Nature Communications" veröffentlichten Studie führt die Erwärmung des Meeres zu Bleichung von Seeanemonen und das löst Stress bei Anemomenfischen aus. Dadurch würden sie sich weniger stark vermehren.

Clownfische – wie die Anemonenfische oft genannt werden – nutzen die Seeanemonen, um im Schutz von deren Tentakeln ihre Eier abzulegen und ihre Jungen großzuziehen. Die Seeanemonen, wirbellose Meerestiere, werden von Algen mit Nahrung, Sauerstoff und Farbstoff versorgt. Im Zuge der Erwärmung des Meeres und anderer Umwelteinflüsse stoßen die Anemonen die auf ihnen lebenden Algen ab und werden dadurch weiß.

Klimaphänomen El Niño führte zu Pazifikerwärmung

Für ihre Studie verglichen Wissenschaftler des französischen Instituts CNRS 13 Clownfischpaare, die in Korallenriffen der Moorea-Insel im Südpazifik auf ausgeblichenen Seeanemonen lebten, mit Paaren auf Anemonen, die nicht von der Bleichung betroffen waren. Die Fische wurden vor, während und nach dem Auftreten des Klimaphänomens El Niño im Jahr 2016 beobachtet. El Niño hatte zur Erwärmung des Pazifiks geführt, was wiederum eine massive Bleichung von Korallen und Seeanemonen auslöste.

Stresshormone steigen, Sexualhormone sinken

Anhand von Blutproben aus dem Beobachtungszeitraum zwischen Oktober 2015 und Dezember 2016 stellten die Wissenschaftler fest, dass im Zuge der Bleichung der Seeanemonen das Stresshormon Cortisol bei den Clownfischen stark angestiegen war. Gleichzeitig sank die Konzentration der Sexualhormone. Die Fische hätten weniger Eier gelegt, und die Zahl der überlebensfähigen Eier sei um 73 Prozent gesunken, erklärte das CNRS. Drei bis vier Monate nach El Niño habe sich ihre Gesundheit wieder verbessert. Dagegen sei bei den Fischen, die auf nicht ausgeblichenen Seeanemonen lebten, keine Veränderung festgestellt worden.

Anpassungsfähigkeit des Clownfisch unbekannt

Nach Angaben der Autoren der Studie ist noch ungeklärt, wie die Clownfische auf ein neues Auftreten des Bleichungs-Phänomens reagieren würden – also, ob sie stärker darunter leiden oder womöglich besser damit zurechtkommen würden. Clownfische sind noch durch ein anderes Phänomen bedroht: Seit dem Erscheinen des Animationsfilms "Findet Nemo" aus dem Jahr 2003 sind sie als Haustiere beliebt. Mehr als eine Million Exemplare wurden seitdem für den Verkauf als Haustiere aus den Meeren gefischt.

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