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Ärger über Elfmeter: Mainz verliert Motz-Duell in Augsburg

Von dpa
06.04.2022Lesedauer: 2 Min.
FC Augsburg - FSV Mainz 05
Die Spieler von Mainz diskutieren mit Schiedsrichter Matthias J├Âllenbeck (l). (Quelle: Matthias Balk/dpa/dpa-bilder)
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Nach dem Aufreger-Elfmeter von Augsburg emp├Ârte sich der benachteiligte FSV Mainz 05 ├╝ber den K├Âlner Keller. Schiedsrichter Matthias J├Âllenbeck leistete f├╝r seinen umstrittenen Pfiff sogar Abbitte. Im unterhaltsamen Nachholspiel des 26. Spieltags gewann die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl etwas gl├╝cklich mit 2:1 (1:0). Mit ihrem zweiten Sieg in der Fu├čball-Bundesliga nacheinander vergr├Â├čerten die Augsburger den Vorsprung auf Relegationsplatz 16 auf satte sechs Punkte.

Doch das interessierte nach dem Spiel zun├Ąchst kaum jemanden. In der Diskussion stand Augsburgs F├╝hrungstreffer von Jeffrey Gouweleeuw, der in der elften Minute den schmeichelhaften Foulelfmeter verwandelt hatte. Mainz' Torwart Robin Zentner war vor 18 122 Zuschauern ein R├╝ckpass zu weit vom Fu├č gesprungen. Florian Niederlechner spitzelte den Ball erst weg und fiel dann im Strafraum, obwohl Zentner deutlich zur├╝ckzog.

"Ich habe es in der Halbzeit gesehen. Fast zwei Welten. Klarer Fehler, ja", sagte Referee J├Âllenbeck im TV-Sender Sky zu seinem Pfiff. Er h├Ątte sich gew├╝nscht, wenn er vom Videoassistenten Tobias Stieler aus dem K├Âlner Keller korrigiert worden w├Ąre, meinte er. "Ich nehme es aber auf meine Kappe."

Mainz-Sportdirektor Martin Schmidt klagte: "Was ich nicht verstehen kann, ist, dass der Keller in K├Âln nicht hilft und ihn da so einen Riesenfehler machen l├Ąsst." "Was machen die da in K├Âln?", emp├Ârte sich der Mainzer Trainer Bo Svensson. "Das ist ein krasser Fehler." Augsburgs Niederlechner gab zu, dass die Aktion kein Foul war. "Wenn man es so sieht, ist das kein Elfer", sagte er. "Aber es war keine Schwalbe. Ich hatte eine Ber├╝hrung."

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W├Ąhrend die Augsburger mit ihren Fans den Meilenstein im Kampf um den Klassenerhalt feierte, verpassten es die Mainzer, sich an die internationalen Pl├Ątze heranzupirschen. In der hektischen Schlussphase scheiterte Anton Stach (79.) mit einem Kopfball an FCA-Keeper Rafal Gikiewicz.

Nach Gouweleeuws F├╝hrungstreffer wurde ein vermeintliches Tor von Andr├ę Hahn (32.), dem einzigen Neuen in Augsburgs Startelf, wegen Handspiels nicht gegeben. Den Ausgleich von Silvan Widmer (54.) in der zweiten Halbzeit konterte Ruben Vargas (56.) nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung.

Weinzierl hatte den Zoff wegen der Spielverlegung tags zuvor noch als "Schnee von gestern" bezeichnet. Vereinspr├Ąsident Klaus Hofmann stichelte aber vor dem Anpfiff am Mittwoch nochmal im Vereinsmagazin. Im Kern ging es bei der Auseinandersetzung um die Frage, ob nach einem Corona-Ausbruch im M├Ąrz den Mainzern tats├Ąchlich kein spielf├Ąhiger Torwart zur Verf├╝gung stand.

Ganz offensichtlich hingegen war die energische Startphase der Augsburger. Und diese brachte gleich die - wenn auch umstrittene - F├╝hrung. Die Mainzer hielten in dem offenen Spiel dagegen. Der dauergef├Ąhrliche Jonathan Burkardt (26.) entwischte Reece Oxford, traf aber nur das Au├čennetz.

Die Mainzer erh├Âhten das Tempo. Einen Pass in die Schnittstelle der Abwehr von Jean-Paul Boetius verwertete Widmer. Vargas schlug fast im direkten Gegenzug zur├╝ck, als er eine Kopfballverl├Ąngerung von Hahn ins Tor h├Ąmmerte. In der 64. Minute h├Ątte der Schweizer gegen unbeirrt anlaufende G├Ąste fast noch erh├Âhen k├Ânnen. In den letzten Minuten wehrten sich die Augsburger erfolgreich gegen die Mainzer Schlussoffensive.

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