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Klimaaktivisten auf der Autobahn: Lasst die Kinder in Ruhe

  • Philip Buchen
Von Philip Buchen

Aktualisiert am 24.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Ein Polizist versucht den 12-jährigen Simeon von der Straße zu bringen: Er und die 15-jährige Rebekka haben sich auf der Fahrbahn der A100 in Berlin festgeklebt.
Ein Polizist versucht, den 12-jährigen Simeon von der Straße zu bringen: Er und die 15-jährige Rebekka haben sich auf der Fahrbahn der A100 in Berlin festgeklebt. (Quelle: Yannick von Eisenhardt Rothe/t-online)
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Jetzt kleben sich bei den Klimaaktivisten auch Kinder auf die Autobahn. Ein Unding, das der Bewegung mehr schadet als nützt.

Als wäre der Berliner Verkehr nicht schon frustrierend genug, haben sich die Klimaaktivisten der "Letzten Generation" am Freitag ein neues Ärgernis überlegt: Nun kleben sich dort auch Kinder an der Straße fest – und die Aktivisten instrumentalisieren den Protest der Kleinen flugs für die eigene Agenda.

Bei der Blockade der A100-Abfahrt am Goerdelerdamm waren auch der 12-jährige Simeon und die 15-jährige Rebekka dabei. Die beiden Geschwister kleben sich an der Fahrbahn fest – und geraten damit natürlich direkt in Konflikt mit der Polizei. Als die Beamten, längst routiniert im Umgang mit den Klimaschutzaktivisten, versuchen, die Kinder von der Fahrbahn zu bringen, hält die "Letzte Generation" voll drauf.

Sinnvoller Klimaprotest: Das Vorbild Greta Thunberg

"Schmerzgriffe sind doch echt nicht nötig! Das ist ein Kind!", ruft eine Aktivistin aufgeregt. Die Videos werden schnell im Netz hochgeladen: Man hofft offensichtlich auf maximale Erregung in den sozialen Netzwerken. Was aber wirklich nicht nötig ist, liebe "Letzte Generation": Kinder für die eigenen Zwecke vorzuschicken. Denn das bringt weder den Kindern selbst noch der eigenen Sache etwas.

Immer wieder werden Aktivisten bei den umstrittenen Autobahnprotesten verletzt: etwa, wenn Berliner Pendler durchdrehen und mit dem Auto in die Demonstranten reinfahren – wie am vergangenen Mittwoch. Warum Kinder diesem Risiko aussetzen? Berliner Eltern aus Spandau, Neukölln und im Grunde ganz Deutschland werden bei diesen Szenen kaum Sympathie für die "Letzte Generation" entwickeln.

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Denn wer findet schon Menschen unterstützenswert, die Kinder in Gefahr bringen? Sicher ist es wohl die freie Entscheidung von Siemon und Rebekka gewesen, sich an der A100 festzukleben. Dennoch hätte die "Letzte Generation" sie vor dem Risiko, verletzt zu werden, schützen müssen.

Die zahmeren Schüler von "Fridays For Future" haben das deutlich intelligenter gelöst: Der friedliche, schulschwänzende Protest rund um die schwedische Klimaschutz-Ikone Greta Thunberg wurde vor Corona zur weltweiten Bewegung – ein Einfluss, den die auf Krawall gebürstete "Letzte Generation" so nie erreichen wird.

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Ein Kommentar von Antje Hildebrandt
Greta ThunbergPolizei

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