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Klimaprotest mit Todesfolge in Berlin: Da läuft etwas grundsätzlich falsch


Runter von der Straße!

  • Peter Schink
Ein Kommentar von Peter Schink

Aktualisiert am 03.11.2022Lesedauer: 2 Min.
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Ein Aktivist klebt sich auf der Straße fest (Archivbild): So geht das nicht weiter, argumentiert unser Autor. (Quelle: Aaron Karasek/imago images)
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Drei Tage, nachdem ein Betonmischer in Berlin eine Radfahrerin überfahren hat, ist die Frau hirntot. Doch es gibt Mitschuldige, die nicht mitschuldig sein wollen.

Jetzt ist Schluss. In Berlin ist eine Radfahrerin klinisch tot. Die Besatzung eines Rettungswagens mit Spezialausrüstung hätte die Frau nach einem Unfall mit einem Betonmischer befreien sollen. Doch die Retter kamen verspätet zu ihr durch, weil Klimaschutzaktivisten einen Stau verursacht hatten.

Bei dieser Blockadeaktion ist etwas Grundsätzliches schiefgelaufen. Der Vorfall muss alle zum Innehalten bringen, auch die Aktivisten. Eine rote Linie ist überschritten.

Und dabei geht es nicht darum, zivilen Ungehorsam als Mittel des Protests grundsätzlich in Frage zu stellen. In unserer Geschichte hat er schon oft eine wichtige Rolle gespielt. Im Westen nutzte die Anti-AKW-Bewegung in Wackersdorf und Gorleben den bewussten Gesetzesverstoß für sich, im Osten wurde 1989 das ganze System durch zivilen Ungehorsam gestürzt.

Aber zwei Dinge laufen bei den Straßenkleber-Aktionen grundlegend falsch.

1. Der Protest hat die falschen Adressaten. Natürlich ist Ankleben auf der Stadtautobahn sehr öffentlichkeitswirksam. Aber verstanden wird er nicht. Es gäbe viele Ziele, die weitaus mehr Effekt hätten, mehr Unterstützer fänden, die wahren Klimakiller ins öffentliche Scheinwerferlicht rücken würden.

2. Ziviler Ungehorsam hat einen kleinsten gemeinsamen Nenner: Er ist friedlich. Menschen dürfen niemals zu Schaden kommen.

Der Protest muss runter von der Autobahn

Wer dafür kämpft, dass der Planet überlebt, darf nicht billigend den Tod von Menschen in Kauf nehmen. Der Protest muss runter von der Stadtautobahn, rein in die Konzern- und Parteizentralen, in Parlamente und Institutionen.

Für den Planeten ist inständig zu hoffen, dass der Klimaprotest sich nicht weiter radikalisiert. Denn damit wäre fürs Klima nichts gewonnen. Wenn der Protest sich selbst diskreditiert, gerät das eigentliche Ziel der Proteste aus dem Blick: die Erhitzung des Planeten aufzuhalten.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
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