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Erweiterung von Tesla-Fabrik in Grünheide: "Das ist die größte Katastrophe"


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Erweiterung der Tesla-Fabrik: "Das ist die größte Katastrophe"

Von t-online, cch

Aktualisiert am 09.12.2022Lesedauer: 2 Min.
Tesla in Grünheide bei Berlin (Archivbild): Das Unternehmen soll sich nun selbst auf die Suche nach Wasser begeben.
Tesla in Grünheide bei Berlin (Archivbild): Gemeindevertreter haben den Weg für eine Tesla-Erweiterung in Brandenburg freigemacht. (Quelle: Future Image/imago images)
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Das Gelände von Tesla in Brandenburg soll erweitert werden. Was die Bürgerinitiative Grünheide und der Naturschutzbund dazu sagen.

Über 100 Hektar Wald darf der US-Elektroautobauer Tesla in Grünheide dazukaufen. Die Gemeindevertretung stimmte der Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes am Donnerstag zu. Das stößt auf Kritik von Umweltschützern und einer Bürgerinitiative.

"Tesla hat seine Produktion nicht im Griff"

"Für mich ist das die größte Katastrophe", sagt Manuela Hoyer, Mitgründerin der Bürgerinitiative Grünheide und Vorstandsvorsitzende des Vereins für Natur und Landschaft in Brandenburg zu t-online. "Es ist einfach unglaublich, dass hier einer Erweiterung zugestimmt wird, obwohl die Frage des Zuwassers und des Abwassers überhaupt nicht geklärt ist." Auf dem Gelände der Fabrik sei es in der Vergangenheit zudem mehrmals zu Vorfällen mit Gefahrenstoffen gekommen. "Tesla hat seine Produktion nicht im Griff."

Man habe in der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag einen Antrag gestellt, die Beratung über diesen Tagesordnungspunkt zu vertagen. Denn für den Beschluss der Erweiterung sei es laut Hoyer notwendig, dass der Ortsbeirat angehört wird – und das sei nicht geschehen. Die Gemeindevertreter lehnten den Antrag ab. "Mit Sachargumenten kann man ihnen nicht mehr kommen", macht Hoyer ihrem Ärger Luft. Das Bürgerbündnis prüfe nun, rechtliche Schritte gegen den Aufstellungsbeschluss einzuleiten.

Für eine gerichtliche Überprüfung findet es Christiane Schröder, Geschäftsführerin des Naturschutzbunds Brandenburg (Nabu), noch zu früh. Aber auch sie steht dem Beschluss kritisch gegenüber: "Der Beschluss war zwar zu erwarten. Aber wie das vom Verfahren her gelaufen ist, ist schon sehr fragwürdig."

Denn Tesla habe immer damit geworben, viel über die Schiene zu transportieren und davon gesprochen, die 300 Hektar zu benötigen, um dort auch den Güterbahnhof mit Anbindung zu bauen. "Und plötzlich reichen dann diese 300 Hektar nicht mehr und es müssen weitere 100 her", sagt sie im Gespräch mit t-online. "Das hat mit einem sparsamen Umgang mit Grund und Boden überhaupt nichts zu tun. Das hätte man auch platzsparender machen können. Aber dafür ist bei Tesla offenbar weder Zeit noch Geld da."

Nabu: Das sollte sich die Gemeinde nicht bieten lassen

Schröder sei gespannt, wie das Ministerium es rechtfertigen will, 100 Hektar Wald abholzen zu lassen. "Letzten Endes geht es da um die Ausgliederung aus dem Landschaftsschutzgebiet. An anderen Orten dürfen Schulen nicht in Landschaftsschutzgebiete gebaut werden, dieser Güterbahnhof nun aber schon."

Sie sagt weiter: "So eine Herangehensweise geht weder vonseiten des Antragstellers noch dürfte man sich das als Gemeinde bieten lassen. Dass da alle immer so mitziehen, finde ich gruselig." Das habe nichts mehr mit Demokratie zu tun oder mit dem, was im Sinne der Nachhaltigkeit stehe.

Auf den 100 zusätzlichen Hektar Fläche sollen laut Angaben der Gemeinde Logistikflächen, ein Servicecenter für Kunden, eine Betriebskita, Schulungsräume und der eigene Güterbahnhof des Unternehmens entstehen.

Auf dem Gelände in Grünheide beschäftigt Tesla nach eigenen Angaben derzeit mehr als 7.000 Mitarbeiter. Später sollen es 12.000 Beschäftigte werden, mit dem Ausbau würden noch weitere Stellen entstehen.

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Verwendete Quellen
  • Telefonat mit Manuela Hoyer vom Verein für Natur und Landschaft in Brandenburg
  • Telefonat mit Christiane Schröder vom Nabu Brandenburg
  • bi-gruenheide.de: "Gemeinsam für ein gesundes Umfeld und eine lebenswerte Region"
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