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Berlin und Brandenburg: Großrazzia gegen Schleuserbande – Festnahmen


200 Polizisten im Einsatz
Großrazzia gegen internationale Schleuserbande – drei Festnahmen

Von t-online, nhe

07.11.2023Lesedauer: 2 Min.
Spezialkräfte verlassen bei einer Razzia der Bundespolizei und Landespolizei Brandenburg ein Haus: Insgesamt nahm die Polizei drei Personen fest.Vergrößern des BildesSpezialkräfte verlassen bei einer Razzia der Bundespolizei und Landespolizei Brandenburg ein Haus: Insgesamt nahm die Polizei drei Personen fest. (Quelle: Paul Zinken/dpa)
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Großeinsatz in der Hauptstadt und Brandenburg: Insgesamt 200 Polizisten durchsuchen mehrere Objekte. Ziel ist eine Schleuserbande.

In Berlin und Brandenburg führt die Bundespolizei Berlin zusammen mit der Polizei Brandenburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft Potsdam am Dienstagmorgen eine Großrazzia gegen eine Schleuserbande durch. Zu Durchsuchungen kommt es in fünf Berliner Bezirken und in den brandenburgischen Orten Luckenwalde, Ortrand und Dallgow, wie Jens Schobranski, Sprecher der Bundespolizei Berlin, auf Anfrage von t-online sagte. Zuerst berichtete der "Tagesspiegel".

Der Bande wird demnach das gewerbs- und bandenmäßige Einschleusen von Ausländern, sowie der Handel mit Betäubungsmitteln vorgeworfen. Das Verfahren wird laut des Sprechers gegen zehn Beschuldigte geführt. Drei Personen, gegen die ein Untersuchungshaftbefehl vorliegt, konnte die Polizei bereits festnehmen. Sie werden noch am Dienstag einem Haftrichter in Potsdam vorgeführt.

60 Gefüchtete nach Deutschland gebracht

Festgenommen wurde etwa ein 30-jähriger Syrer, der während einer Schleusung vor der Bundespolizei geflüchtet sein soll und dabei laut der Beamten in der Nähe von Bautzen in der Spree verunfallte. Dabei sollen mehrere geschleuste Personen verletzt worden sein. Ihn konnten die Einsatzkräfte in Berlin-Lichtenberg festnehmen.

Die Gruppe soll in mehreren Fällen insbesondere syrische Geflüchtete von der Serbisch-Ungarischen-Grenze bis nach Deutschland gebracht haben. Nachweislich in vier Fällen sollen so 60 Geflüchtete in die Bundesrepublik gekommen sein. Dafür mieteten die Schleuser nach Angaben der Bundespolizisten Fahrzeuge an, in denen die Geflüchteten gebracht wurden. Die Autos seien komplett überladen gewesen. So hätte die Bundespolizei in einem Pkw etwa 13 Personen festgestellt.

Bundespolizei "Personen sind skrupellos"

"Das zeigt, wie skrupellos diese Personen sind", so Schobranski. Ihnen gehe es nicht um das Schicksal der Geschleusten, sondern einzig und allein um den Gewinn.

Neben dem 30-jährigen Syrer konnte die Polizei in Dallgow einen 20-jährigen Deutschen und in Luckenwalde einen 27-jährigen Deutschen festnehmen. Bei der Großrazzia sind rund 200 Polizisten im Einsatz. Die Durchsuchungen der Objekte dauern an. Ziel der Maßnahme sei auch das Auffinden von Beweismaterial, um möglicherweise Hinweise zu Hintermännern in Serbien zu bekommen.

Verwendete Quellen
  • Telefonat mit einem Sprecher der Bundespolizei Berlin
  • tagesspiegel.de: "Bundespolizei führt Großrazzia in Berlin-Lichtenberg durch"
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