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Berlin: Versuchter Brandanschlag auf iranische Widerstandsorganisation


Brandanschlag auf iranische Widerstandsorganisation

Von t-online, yer

04.12.2023Lesedauer: 2 Min.
imago 90412156Vergrößern des BildesVilla des "Nationalen Widerstandsrats des Iran" in Berlin-Wilmersdorf (Archivbild): Die Organisation ist umstritten. (Quelle: IMAGO / Stefan Zeitz)
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Der Staatsschutz ermittelt nach einem Brandanschlag auf eine iranische Widerstandsorganisation in Berlin. Diese verdächtigt das iranische Regime.

Unbekannte haben einen Brandanschlag auf das Gebäude einer iranischen Widerstandsorganisation in Berlin verübt. Wie eine Sprecherin der Berliner Polizei bestätigte, gehört das Gebäude in der Landecker Straße in Schmargendorf zu der Organisation "Nationaler Widerstandsrat des Iran".

Gegen 2.15 Uhr in der Nacht auf Montag sollen Mitglieder der Organisation Flammen an einem Fenster entdeckt haben. Laut der Polizeisprecherin konnten sie diese selbst löschen, bevor das Feuer auf den Innenraum übergreifen konnte. Mitglieder der Organisation würden in diesem Gebäude wohnen. Verletzt wurde durch den Brandanschlag niemand. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen zu dem Vorfall übernommen.

Der "Nationale Widerstandsrat" hat am Montag eine Mitteilung zu dem Vorfall veröffentlicht. Darin heißt es, dass das Berliner Büro der Organisation "von Terroristen und Söldnern des iranischen Geheimdienstministeriums" angegriffen worden sei.

Schwere Vorwürfe gegen die Organisation

Der "Nationale Widerstandsrat" hat laut seiner Satzung das erklärte Ziel, die iranische Regierung abzusetzen und selbst eine provisorische Regierung zu bilden. Hinter der Organisation stecken die Volksmudschaheddin, eine iranische Oppositionsbewegung, die als sektenähnlich gilt und bis 2009 auf der Terrorliste der EU stand. In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen schrieb die damalige Bundesregierung 2018, dass sich die Volksmudschaheddin und ihr politischer Arm, der "Nationale Widerstandsrat", mittlerweile darum bemühen würden, "als rein politische und demokratische Oppositionsbewegung wahrgenommen zu werden".

Umstritten ist die Organisation aber dennoch. Aussteiger berichteten "Zeit Online" im Jahr 2021 über strenge Kontrolle, die Führungskräfte des "Nationalen Widerstandsrats" ausüben würden, "gedanklich, emotional, sozial, finanziell." In der Villa in Berlin habe es strenge Geschlechtertrennung gegeben, Frauen hätten Kopftücher tragen müssen. Kontakte zu Freunden und Familien seien streng begrenzt gewesen.

Der "Nationale Widerstandsrat" klagte gegen die Berichterstattung von "Zeit Online", scheiterte aber damit vor dem Hamburger Landgericht.

Verwendete Quellen
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