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Berlin: Rapper Kontra K dreht Video im Dienstsitz von Innensenator Geisel


Gangsterrapper dreht Video im Dienstsitz von Innensenator Geisel

Von dpa
Aktualisiert am 21.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Kontra K live bei einem Konzert (Archivbild): In Bremen kam es zu einem Zwischenfall.Vergrößern des BildesKontra K live bei einem Konzert seiner Die letzten Wölfe (Archivbild): Nach dem Dreh des Videos in der Berliner Innenverwaltung gab es nun Konsequenzen. (Quelle: Future Image/imago-images-bilder)
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Ein Rapvideo sorgt bei der Berliner Innenverwaltung für Aufsehen. Der Bärensaal im Gebäude sei häufiger Kulisse von verschiedenen Produktionen. Jetzt sei das Maß allerdings überschritten worden.

Der historische Bärensaal im Gebäude der Berliner Innenverwaltung darf nur noch mit Zustimmung der Behörde für Filmdrehs und Veranstaltung vermietet werden. Das sagte ein Sprecher der Innenverwaltung am Donnerstag.

Zuvor hatte die "Berliner Morgenpost" berichtet, dass in dem zentralen Saal des Alten Stadthauses ein Rapper-Video aufgenommen wurde, in dem bewaffnete Gangster einen Banküberfall begehen, bei dem verängstigte Menschen auf dem Boden liegen – während Innensenator Andreas Geisel (SPD) seinen Amtsgeschäften nachgehe. Das Youtube-Video wurde bereits mehr als 7,7 Millionen Mal geklickt.

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Die Zeitung verwies darauf, dass in dem Saal mit einem bronzenen Bären Polizeispräsidentin Barbara Slowik 2018 in ihr Amt eingeführt wurde und auch die erste Berliner Konferenz zum Vorgehen gegen kriminelle Clans stattfand. Auch Szenen der TV-Serie "Babylon Berlin" wurden hier gedreht.

"Wir wollen die Kunstfreiheit nicht einschränken", sagte Geisel-Sprecher Martin Pallgen der Deutschen Presse-Agentur. Man müsse aber nicht unbedingt dort drehen, wo der Innensenator sitzt. Es sollte nur Veranstaltungen geben, die dem Ansehen des Hauses nicht entgegenstünden. Künftig werde die Innenverwaltung in die Vergabe des Saals einbezogen, der von der Immobilienmanagement GmbH (BIM) verwaltet werde. Laut Sprecher ist die Behörde ebenfalls Mieter bei der BIM.

Video als gewaltverherrlichend eingestuft

BIM-Sprecherin Johanna Steinke sagte: "Wir haben daraus gelernt." Der Dreh im August 2020 sei "weit über das abgesprochene Maß hinausgegangen". Man hätte die Produktionsfirma hartnäckiger prüfen müssen. Steinke schätzte das Video als gewaltverherrlichend ein. Juristisch durchgesetzt worden sei das Verbot, das Video direkt in Verbindung mit der Senats-Innenverwaltung zu bringen. Laut "Morgenpost" dürfen keine Bilder mehr gezeigt werden, "auf denen der Schriftzug der Senatsverwaltung zu sehen ist".

Die BIM genehmige normalerweise etwa 45 Verträge im Jahr allein für den Bärensaal für Preisverleihungen, Konferenzen oder Filme, sagte die Sprecherin. Hinzu kommen laut Angaben etwa 120 Abschlüsse im Jahr, mit denen leere Schwimmbäder, alte Gefängnistrakte oder Gerichtsgebäude etwa für Filmaufnahmen vermietet werden. Damit würden Tausende Euro für die Landeskasse eingenommen.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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