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Berlin: Polizei will am 1. Mai notfalls Wasserwerfer gegen "Querdenker" einsetzen

Gegen "Querdenker"  

Polizei will am 1. Mai notfalls Wasserwerfer einsetzen

29.04.2021, 11:08 Uhr | dpa

Berlin: Polizei will am 1. Mai notfalls Wasserwerfer gegen "Querdenker" einsetzen. Wasserwerfer stehen auf der Straße des 17. Juni (Symbolbild): Sollte die Lage eskalieren, plant die Berliner Polizei am 1. Mai auch Wasserwerfer einzusetzen. (Quelle: imago images/Bernd Elmenthaler)

Wasserwerfer stehen auf der Straße des 17. Juni (Symbolbild): Sollte die Lage eskalieren, plant die Berliner Polizei am 1. Mai auch Wasserwerfer einzusetzen. (Quelle: Bernd Elmenthaler/imago images)

In Berlin steht der Polizei ein erneuter Großeinsatz bevor. Tausende wollen am 1. Mai demonstrieren. Die Beamten wollen vor allem die Corona-Regeln durchsetzen – und zur Not schwere Geschütze auffahren. 

Die Berliner Polizei bereitet sich wegen der vielen Demonstrationen am 1. Mai auf einen Großeinsatz mit mehreren tausend Einsatzkräften vor. Das sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik der "Berliner Morgenpost". Bei einer angekündigten Demonstration von "Querdenkern" gegen die Corona-Gesetze in Lichtenberg könnten "im schlimmsten aller Fälle" sogar Wasserwerfer eingesetzt werden, "damit die Menschen sich schnellstmöglich verteilen".

Insgesamt stünden bislang 36 Polizei-Hundertschaften bereit, sagte Slowik. Das wären zwischen 3.000 und 4.000 Polizisten, weil die Hundertschaften nicht alle zwingend aus 100 Polizisten bestehen. Slowik sagte weiter, man habe auch die übliche Unterstützung aus den anderen Bundesländern und von der Bundespolizei angefordert. Das sei in diesem Jahr aber "schwierig" wegen zahlreicher weiterer Demonstrationen, etwa von Linksradikalen in Hamburg und Leipzig sowie "Querdenkern" in München und Oldenburg. "Wir werden daher in diesem Jahr nicht so viel Unterstützung erfahren, wie sonst."

Polizei will Corona-Auflagen durchsetzen – "das wird schwierig"

Die größte Demonstration in Berlin an dem Feiertag erwartet die Polizei von linken und linksradikalen Gruppen am Abend in Neukölln und Kreuzberg. Dort könnten sich 10.000 Menschen versammeln. Wegen des Themas Mietendeckel sei mit einer "starken Mobilisierung auch von bürgerlichem Klientel" zu rechnen, sagte Slowik. Die Polizei rechne auch mit Gruppen aus der linksradikalen Szene und Schaulustigen.

Barbara Slowik, Polizeipräsidentin in Berlin, spricht: Sie gab zu, dass die Durchsetzung der Ausgangssperre in Berlin schwierig werden dürfte.  (Quelle: dpa/Christoph Soeder)Barbara Slowik, Polizeipräsidentin in Berlin, spricht: Sie gab zu, dass die Durchsetzung der Ausgangssperre in Berlin schwierig werden dürfte.

Bei so vielen Menschen werde es "schwierig, die Hygienevorschriften einzuhalten", gab Slowik zu. Die Polizei werde aber versuchen, die Räume so groß zu halten, dass die Abstände eingehalten werden. Demonstranten aus dem linken Spektrum würden die Hygieneregeln meist einhalten. "Bei der in Lichtenberg angemeldeten Versammlung von Querdenkern könnte das anders sein. Wenn Teilnehmer sich dort entschließen, auch in großen Gruppen keine Masken zu tragen, als Ausdruck des sogenannten 'Widerstands', dann lösen wir schnell und konsequent auf", kündigte Slowik an.

Mit Blick auf die ab 22 Uhr gültige Ausgangssperre sagte Slowik, nach dem Ende der Demonstrationen "werden wir dafür sorgen, dass sich die Menschen schnell nach Hause begeben. Aber ich gebe gerne zu, dass das schwierig wird."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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