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Berlin: Rassisten prügeln Mann auf S-Bahngleis – Polizei fahndet mit Fotos

Polizei fahndet mit Fotos  

Rassisten prügeln Mann auf S-Bahngleis

05.05.2021, 14:08 Uhr | t-online

Berlin: Rassisten prügeln Mann auf S-Bahngleis – Polizei fahndet mit Fotos. Eine Berliner S-Bahn am Treptower Park (Symbolbild): Hier gingen die vier Männer auf ihr Opfer los. (Quelle: imago images/Schöning)

Eine Berliner S-Bahn am Treptower Park (Symbolbild): Hier gingen die vier Männer auf ihr Opfer los. (Quelle: Schöning/imago images)

Die Berliner Polizei sucht vier junge Männer. Sie sollen einen 48-Jährigen zusammengeschlagen und getreten haben, bis dieser keinen anderen Ausweg mehr sah, als sich auf ein S-Bahngleis zu rollen.

Die Tat ereignete sich bereits am 11. April 2020: Eine Männergruppe soll einen in Äthiopien geborenen Deutschen rassistisch beleidigt, verprügelt und auf ein Bahngleis getrieben haben. Nachdem die Polizei die vier Schläger bis heute nicht gefunden hat, sucht sie jetzt per Öffentlichkeitsfahndung nach den Verdächtigen. 

Drei der vier Tatverdächtigen: Alle sollen laut Polizei etwa zwischen 18 und 25 Jahre alt sein. (Quelle: Polizei Berlin)Drei der vier Tatverdächtigen: Alle sollen laut Polizei etwa zwischen 18 und 25 Jahre alt sein. (Quelle: Polizei Berlin)

Die Bilder stammen von einer Überwachungskamera am Berliner S-Bahnhof Treptower Park. Dort sprachen zwei Männer das Opfer um kurz vor Mitternacht an, verlangten Geld. Als der 48-Jährige ihnen nichts gab, fingen sie an, ihn in der Nähe der Bahnsteigkante mit Schlägen und Tritten zu malträtieren und zu beschimpfen.

"Zum Glück kam kein Zug"

Das Opfer stürzte zu Boden. Mindestens drei Männer aus der Viergruppe schlugen und traten weiter auf den Wehrlosen ein – bis dieser sich schließlich ins Gleisbett fallen ließ.

"Er sah das wohl als einzige Fluchtmöglichkeit, um sich den Angriffen zu entziehen", sagt eine Polizeisprecherin t-online. "Zunächst verhinderten die Tatverdächtigen dann sogar noch, dass der Geschädigte das Gleisbett wieder verlassen konnte, stellten sich drohend auf. Zum Glück kam in diesem Augenblick kein Zug."

Der vierte Tatverdächtige: Der Berliner Staatsschutz ermittelt. (Quelle: Polizei Berlin)Der vierte Tatverdächtige: Der Berliner Staatsschutz ermittelt. (Quelle: Polizei Berlin)

Das Opfer erlitt unter anderem Prellungen im Gesicht und brach sich das rechte Sprunggelenk. Der Staatsschutz ermittelt. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (030) 4664 953 317 oder per Mail zu melden.

Die Zahl der in Berlin registrierten Gewalttaten "mit fremdenfeindlicher Motivation" ist in den vergangenen Jahren geschwankt. 2017 erfasste die Polizei 74 Taten, 2018 waren es 110, 2019 dann 136 und 2020 laut Auskunft der Pressestelle 116. 

Verwendete Quellen:

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