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Berlin: Präsident Zingler verteidigt Union Berlins Fan-Party nach Kritik

Ohne Abstand und Maske  

Präsident Zingler verteidigt Unions Fan-Party nach Kritik

23.05.2021, 14:36 Uhr | dpa, t-online

Berlin: Präsident Zingler verteidigt Union Berlins Fan-Party nach Kritik. Spieler von Union Berlin stehen mit Bengalos auf dem Balkon über dem VIP-Eingang des Stadions an der Alten Försterei: Die Köpenicker feierten die Qualifikation für den Europapokal.  (Quelle: Michael Sohn)

Spieler von Union Berlin stehen mit Bengalos auf dem Balkon über dem VIP-Eingang des Stadions an der Alten Försterei: Die Köpenicker feierten die Qualifikation für den Europapokal. (Quelle: Michael Sohn)

Zwei Jahre nach dem Aufstieg in die Bundesliga ist Union Berlin die Qualifikation für den Europapokal gelungen. Vor der Alten Försterei feierten die Fans den Sieg der Eisernen gegen RB Leipzig – viele ohne Abstand und Maske. 

Union Berlins Präsident Dirk Zingler hat die Fan-Party nach der Qualifikation für die Conference League verteidigt. "Uns war am Donnerstag und Freitag klar, dass es diese Bilder geben wird. Wir haben versucht, es zu organisieren", sagte der Unternehmer bei einer Pressekonferenz des Fußball-Bundesligisten am Sonntag. 

Nach der Qualifikation für den Europapokal haben deutlich mehr als 1.000 Fans die Spieler von Union Berlin und Trainer Urs Fischer vor dem Stadion mit einem Feuerwerk gefeiert. Das Ziel sei gewesen, dass die Feierlichkeiten "nicht wahllos und wild" werden. Bei vergangenen Spielen waren viele Fans rund um das Stadion und im angrenzenden Wald zusammengekommen.

Auf dem Gelände vor der Haupttribüne versammelten sich nach dem Schlusspfiff der Partie gegen RB Leipzig zahlreiche Anhänger der Eisernen und jubelten den Profis zu, die sich auf einem Balkon über dem VIP-Eingang des Stadions an der Alten Försterei zeigten. Auch Chefcoach Fischer winkte von der Empore den Anhängern zu, nahm einen Schluck Bier und warf seine Trainingsjacke in die Menge.

Fans jubeln vor der Alten Försterei in Berlin-Köpenick: Viele von ihnen hielten sich nicht an Abstände und trugen keine Masken.  (Quelle: imago images/John Macdougall)Fans jubeln vor der Alten Försterei in Berlin-Köpenick: Viele von ihnen hielten sich nicht an Abstände und trugen keine Masken. (Quelle: John Macdougall/imago images)

Vor lauter Euphorie schienen viele der Fans die geltenden Hygieneauflagen vergessen zu haben. Aufnahmen in den sozialen Netzwerken zeigen zahlreiche Menschen, die ohne Abstand und Maske feiern. Zwar waren alle 2.000 zugelassenen Zuschauer zuvor negativ auf das Coronavirus getestet worden, doch die nötigen Schnelltests geben keine hundertprozentige Sicherheit. 

Wie der "Tagesspiegel" berichtet, hatten die Köpenicker ihrer Anhänger zuvor per Lautsprecherdurchsage vor das Stadion bestellt. Auf Twitter kritisierten Nutzer das Verhalten der Eisernen. "Liebe Unioner, wir gratulieren zu eurem Erfolg, aber wenn es stimmt, dass ihr eure Anhänger noch zu einer Feier vor dem Stadion auffordert, dann seid ihr in der Pandemie kein Vorbild", schrieb etwa der ehemalige politische Beamte, Thomas Härtel (SPD).

Unioner spielen ab kommender Saison in neuer Conference League

Durch das 2:1 gegen RB sicherte sich Union den siebten Tabellenplatz und spielt in der kommenden Saison in der neuen Conference League. Erstmals seit Oktober durften im Rahmen eines Modellprojekts wieder 2.000 Fans die Partie im Stadion verfolgen.

"Wahnsinn eigentlich, der Spielverlauf wie im Drehbuch, wenn man es sich ausmalen könnte, würde man es so schreiben", sagte Fischer nach dem Schlusspfiff und wünschte sich in der Kabine ein Stück Torte. Auch der Matchwinner Max Kruse spielte in seiner ersten glückseligen Reaktion auf den dramatischen Spielverlauf an. "Das ist Weltklasse, dass wir uns für die herausragende Saison belohnen. Letztes Spiel, letzte Minute. Besser kann man es nicht schreiben", sagte er bei Sky.

Stürmerstar Kruse hatte den Hauptstadt-Club zuvor nach 20 Jahren wieder in den Europapokal geschossen. In der Nachspielzeit traf der Angreifer zum 2:1 (0:0) gegen Vizemeister RB Leipzig, so dass Union nur zwei Jahre nach dem Aufstieg in die Fußball-Bundesliga den Europa-Coup perfekt machte.

"Wahnsinn trifft es perfekt. Der Wille war absolut da. Es war sehr viel Kampf, die Kraft ging uns am Schluss aus", befand Unions Kapitän Christopher Trimmel. "Ich bin stolz auf die Truppe. Wir haben in erster Linie für die Fans gespielt." Am 19. und 26. August startet Union in den Playoffs zur neuen Conference League nun sein Europa-Abenteuer.

Verwendete Quellen:

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