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Proteste gegen hohe Mieten in Berlin: Demonstrierende fordern bundesweiten Mietendeckel

Einschränkungen im Verkehr  

Tausende demonstrieren gegen hohe Mieten in Berin

11.09.2021, 15:47 Uhr | dpa

Proteste gegen hohe Mieten in Berlin: Demonstrierende fordern bundesweiten Mietendeckel. Demonstrierende halten ein Banner mit der Aufschrift "Wohnen für Alle – Gemeinsam gegen hohe Mieten und Verdrängung" in die Höhe: Tausende Menschen haben in der Hauptstadt gegen steigende Mieten demonstriert. (Quelle: imago images/FutureImage)

Demonstrierende halten ein Banner mit der Aufschrift "Wohnen für Alle – Gemeinsam gegen hohe Mieten und Verdrängung" in die Höhe: Tausende Menschen haben in der Hauptstadt gegen steigende Mieten demonstriert. (Quelle: FutureImage/imago images)

Steigende Mieten und zu wenig Wohnraum sind in Berlin für viele Menschen ein Problem. Tausende Teilnehmende haben mit einer Demonstration dagegen protestiert.

In Berlin sind am Samstag nach Veranstalterangaben rund 20.000 Menschen mit der Forderung nach bezahlbaren Mieten auf die Straße gegangen. Die Polizei schätzte die Zahl der Protestierenden am Nachmittag auf eine "höhere vierstellige Zahl", wie ein Sprecher sagte.

Ein Sprecher des Bündnisses "Berliner Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn" sagte bei seiner Rede, dass bundesweit alle Mietkonzerne enteignet werden müssten. Wohnraum dürfe nicht an die Börse. "Wir von unserem Aktionsbündnis fordern einen bundesweiten Mietendeckel von der neuen Bundesregierung."

Demonstranten halten Schilder mit der Aufschrift "Mieten Stopp!" in die Höhe: Laut Veranstalter beteiligten sich 20.000 Menschen.

Eine weitere Demonstration wollte am Nachmittag tanzend durch die Hauptstadt ziehen. Mit zahlreichen Sperrungen und Verkehrsbehinderungen war zu rechnen. Autofahrer sollten die Innenstadt meiden, riet der Verkehrsinformationsdienst zu Beginn der Demonstrationen.

Kurswechsel in Mieten- und Wohnungspolitik gefordert

Zwei Wochen vor der Bundestagswahl am 26. September fordert das "Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn" einen Kurswechsel in der Mieten- und Wohnungspolitik: Mietenstopp, keine Umwandlungen in Eigentum und keine Eigenbedarfskündigungen, keine Räumungen, Enteignungen großer Immobilienkonzerne, bundesweiter Mietendeckel.

Befürworter der Initiative "Deutsche Wohnen & Co. enteignen" beteiligen sich an der "Mietendemo" in Berlin: Sie wollen, dass große Wohnungskonzerne enteignet werden. (Quelle: Reuters/Mang)Befürworter der Initiative "Deutsche Wohnen & Co. enteignen" beteiligen sich an der "Mietendemo" in Berlin: Sie wollen, dass große Wohnungskonzerne enteignet werden. (Quelle: Mang/Reuters)

"Die Mieten sind viel zu hoch, neue Wohnungen kaum zu finden. Die Wohnsituation vieler Mieter und Mieterinnen hat sich in den letzten 10 Jahren dramatisch verschlechtert. Der Run auf Betongold bedroht unser Zuhause", hieß es im Aufruf zu der Demonstration. Zu den Unterstützern zählen der Deutsche Mieterbund sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund.

Gleichzeitig mit der Bundestags- und Abgeordnetenhauswahl stimmen die Berliner am 26. September in einem Volksentscheid über die Enteignung großer Immobilienunternehmen ab. Wenn es eine Mehrheit für das Vorhaben gibt, wird sich der künftige Senat der Hauptstadt damit beschäftigen müssen. In den vergangenen Jahren hatten mehrfach Tausende bis Zehntausende Menschen in Berlin gegen hohe Mieten demonstriert. An Pfingsten nahmen nach Angaben der Veranstalter 10.000 Menschen teil. Die Polizei zählte damals 2.500 Demonstranten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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