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Ja, die Redaktion hat fĂŒr diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Diese besonderen Tiere leben in Berlin in freier Wildbahn

Von Vivian Schramm

Aktualisiert am 11.10.2021Lesedauer: 3 Min.
Eine Gottesanbeterin, fotografiert in Berlin: Die Schreckenart lebt in freie Wildbahn im Naturpark SĂŒdgelĂ€nde in Schöneberg.
Eine Gottesanbeterin, fotografiert in Berlin: Die Schreckenart lebt in freier Wildbahn im Naturpark SĂŒdgelĂ€nde in Schöneberg. (Quelle: Natur Picture Library/imago-images-bilder)
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Das erste Wolfsrudel wurde im Berliner Ring gesichtet. Neben FĂŒchsen und Wildschweinen eine weitere Art, deren Population sich erholt. Und es gibt noch viele weitere Tiere, mit denen man in Berlin gar nicht rechnet.

FĂŒchse, WaschbĂ€ren, Wildschweine – sie alle begegnen den Berlinern auf der Suche nach Nahrung in der Stadt immer wieder. Nun gibt es sogar Meldungen ĂŒber weitere Wildtiere: Ein Wolfsrudel wurde im Berliner Ring gesichtet, nur etwa 30 Kilometer vom Alexanderplatz entfernt. Sechs Wölfe streifen wohl durch die Döberitzer Heide. Das Landesumweltamt ist erfreut ĂŒber den Zuzug.


Die seltensten Tierarten der Welt

Zwergfaultier: Die Faultierart wurde erst im Jahr 2001 auf einer Insel vor der NordkĂŒste Panamas entdeckt. Experten gehen davon aus, dass noch circa 500 Exemplare auf der Welt leben.
Tarzan-ChamĂ€leon: Die Art lebt auf Madagaska. Eigentlich ist das Tier grĂŒn, bei Gefahr fĂ€rbt es sich gelb. Es wurde 2010 entdeckt und zĂ€hlt zu den bedrohtesten Tierarten der Welt.
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Doch das sind lÀngst nicht alle Tiere, die in Berlin leben. Es gibt eine lange Liste von bunten, besonderen und vor allem seltenen Tieren, die sich die Hauptstadt ebenfalls zu ihrer Heimat gemacht haben. Und das sind sie:

Schildkröten in Friedrichshain-Kreuzberg

Im Schwanenteich des Volksparks Friedrichshain sollen seltene Schildkröten schwimmen, die in Berlin eigentlich gar nicht heimisch sind: die Cumberland-Schmuckschildkröten. Normalerweise leben diese in Sumpfgebieten in Alabama und Mississippi in den USA, doch offenbar gefĂ€llt es den gepanzerten Tieren in Friedrichshain sehr gut. Sie wurden vermutlich ausgesetzt. Die GrĂ¶ĂŸe der Population ist unklar, ebenso ob sie die kalten Winter ĂŒberlebt haben.

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Schildkröten gibt es auch im Engelbecken in Kreuzberg. Die aus Nordamerika stammende Rotwangen-Schmuckschildkröte ist bei uns vor allem als Haustier verbreitet. Irgendjemand scheint sie ausgesetzt zu haben. Doch das schadet den Tieren bislang nicht, sie vermehren sich und fĂŒhlen sich wohl.

Wasserschildkröten im Engelbecken in Kreuzberg: Irgendjemand hat die Tiere ausgesetzt. Seitdem vermehren sie sich.
Wasserschildkröten im Engelbecken in Kreuzberg: Irgendjemand hat die Tiere ausgesetzt. Seitdem vermehren sie sich. (Quelle: Olaf Wagner/imago-images-bilder)

Wilde Mufflons

Im DĂŒppeler Forst in Berlin kann man wilde Mufflons antreffen. Wirklich heimisch sind sie nicht. Eigentlich kommen die Wildschafe aus Korsika sowie Sardinien und Zypern, doch seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden immer wieder Mufflons in Deutschland ausgesetzt. Zuerst fĂŒr die Jagd, dann wilderte man in den 1950er-Jahren weitere Tiere aus. Sie haben sich mit den Gegebenheiten angefreundet, leben aber im Verborgenen.

Drei Mufflons schauen zur Kamera (Symbolbild): In Berlin leben mittlerweile freilebende Mufflons.
Drei Mufflons schauen in die Kamera (Symbolbild): In Berlin gibt es mittlerweile frei lebende Mufflons. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)

Gottesanbeterinnen in Schöneberg

Der Naturpark SĂŒdgelĂ€nde auf dem ehemaligen Rangierbahnhof Tempelhof hat sich zu einem Natur- und Naherholungsgebiet entwickelt. Einige Bereiche sind nur der Natur vorbehalten – und das hat sich ausgezahlt. In dem Gebiet in Schöneberg haben sich Gottesanbeterinnen niedergelassen. In einigen Wochen im Juni und Juli hat man die Möglichkeit, die RaritĂ€t zu sichten.

Die Tiere sind teils handgroß, aber gar nicht so leicht zu erkennen. In gut getarntem Braun oder GrĂŒn streifen sie durch die WĂ€lder. Wie groß ihre Population ist, ist unklar.

Eine Gottesanbeterin, fotografiert in Berlin: Die Schreckenart lebt in freie Wildbahn im Naturpark SĂŒdgelĂ€nde in Schöneberg.
Eine Gottesanbeterin, fotografiert in Berlin: Die Schreckenart lebt in freier Wildbahn im Naturpark SĂŒdgelĂ€nde in Schöneberg. (Quelle: Natur Picture Library/imago-images-bilder)

Seeadler in Berlin

Nach etwa einem Jahrhundert ist der Seeadler 2002 zurĂŒck in die Hauptstadt gekehrt. Er ist einer der seltensten Raubvögel in Deutschland und war jahrhundertelang vom Aussterben bedroht. Mittlerweile soll er sich in Berlin-Buch herumtreiben. Der Nabu zĂ€hlt bislang allerdings nur zwei Seeadler.

Ein Seeadler hat einen Fisch gefangen (Symbolbild): Der NABU hat zwei in Berlin lebende Seeadler registriert.
Ein Seeadler hat einen Fisch gefangen (Symbolbild): Der Nabu hat zwei in Berlin lebende Seeadler registriert. (Quelle: agefotostock/imago-images-bilder)

Farbenfrohe Zauneidechsen

Zauneidechsen sind die am hĂ€ufigsten vertretene Echsenart in Berlin, doch zunehmend gefĂ€hrdet. Sie haben eine graubraune Grundfarbe, die MĂ€nnchen sind dazu aber noch auffĂ€llig grĂŒn gefĂ€rbt. Wer die kleinen Sonnenanbeter mal aus nĂ€chster NĂ€he beobachten möchte, kann das mitten in Berlin tun.

In Lichtenberg leben die Echsen auf nahezu jeder unberĂŒhrten NaturflĂ€che mit hohem Gras. Sie sind aber sehr scheu – und vor allem flink.

Eine mÀnnliche Zauneidechse: Die flinken Tiere leben im hohen Gras mitten in Berlin-Lichtenberg.
Eine mÀnnliche Zauneidechse: Die flinken Tiere leben im hohen Gras mitten in Berlin-Lichtenberg. (Quelle: blickwinkel/M. Kuehn/imago-images-bilder)

FledermÀuse in Spandauer Zitadelle

10.000 FledermÀuse suchen jedes Jahr die Spandauer Zitadelle auf, um dort den Winter zu verbringen. Im Gewölbe der Zitadelle gibt es unheimlich viele Versteckmöglichkeiten, in denen die Tiere Unterschlupf finden.

Im Fledermauskeller der Zitadelle kann man in einem Schaugehege FledermĂ€use aus SĂŒdamerika beobachten. 200 tropische Fledertiere sollen sich dort laut Stadt Berlin dank erfolgreicher Nachzucht tummeln. Außerdem kann man sich Teile des Winterquartiers anschauen und zudem viel ĂŒber die heimischen Tiere erfahren.

FledermÀuse essen eine Banane aus der Hand von Jörg Harder: Er ist Fledermausbeauftragter der FledermÀuse und Flughunde auf der Zitadelle Spandau.
FledermÀuse essen eine Banane aus der Hand von Jörg Harder: Er ist Fledermausbeauftragter der FledermÀuse und Flughunde in der Zitadelle Spandau. (Quelle: Kitty Kleist-Heinrich TSP/imago-images-bilder)

Exotische Mandarinente

Vielen Berlinern mag die bunte Mandarinente schon aufgefallen sein, denn in der Region Potsdam-Brandenburg gibt es europaweit die grĂ¶ĂŸte Population. UrsprĂŒnglich kommt die exotische Art aus Ostasien. Da einige Zierenten, die in Europa in Gefangenschaft lebten, geflohen sind und sich verpaart haben, kam es dazu, dass sie fortan in freier Wildbahn zu finden waren.

Wie auch bei anderen Entenarten sind jedoch nur die MĂ€nnchen mit buntem Gefieder geschmĂŒckt, die Weibchen sind in schlichtem Graubraun gekleidet.

MĂ€nnliche Mandarinente: UrsprĂŒnglich kommt sie aus Ostasien.
MĂ€nnliche Mandarinente: UrsprĂŒnglich kommt sie aus Ostasien. (Quelle: Shotshop/imago-images-bilder)
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Große Feldhasen

Wildkaninchen begegnen den Berlinern nahezu auf jeder GrĂŒnflĂ€che, selbst mitten im Stadtgebiet. Doch auch der Feldhase, ein Verwandter, der allerdings deutlich grĂ¶ĂŸer ist, treibt sich nun vermehrt in Berlin herum. Auf der Suche nach Nahrung flĂŒchtet er in die Stadt, denn vom Land wird der Feldhase mehr und mehr vertrieben. Die Rote Liste gefĂ€hrdeter Arten stuft ihn sogar als "gefĂ€hrdet" ein.

Ein Feldhase: Die Tiere stehen auf der Roten Liste der gefÀhrdeten Arten.
Ein Feldhase: Die Tiere stehen auf der Roten Liste der gefÀhrdeten Arten. (Quelle: shotshop/Archivbild/imago-images-bilder)
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