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Vergleich mit Judenverfolgung: Berliner Restaurant relativiert Holocaust

Protest gegen 3G-Regel  

Restaurant relativiert Holocaust auf Speisekarte

15.10.2021, 10:07 Uhr | pb, t-online

Vergleich mit Judenverfolgung: Berliner Restaurant relativiert Holocaust. Der Berliner Stadtteil Lübars (Symbolfoto): Ein Restaurant soll hier in seiner Speisekarte den Holocaust relativiert haben. (Quelle: imago images/Jürgen Ritter)

Der Berliner Stadtteil Lübars (Symbolfoto): Ein Restaurant soll hier in seiner Speisekarte den Holocaust relativiert haben. (Quelle: Jürgen Ritter/imago images)

In Reinickendorf lehnt ein Berliner Restaurant die stadtweit geltenden 3G-Regeln für die Gastronomie ab. In einer ungewöhnlichen Aktion verstieg sich ein Mitarbeiter dann noch zu einer Holocaustrelativierung.

Das Berliner Restaurant der "Alten Fasanerie“ in Berlin-Lübars hat laut einem Bericht des "Tagesspiegel" in einer Nachricht an seine Gäste den Holocaust relativiert. In dem Schreiben, das der hauseigenen Speisekarte beilag, ist zu lesen, dass man bis auf weiteres lediglich "geschlossene Veranstaltungen" anbieten würde.

Die Begründung: Die Umsetzung einer 2G- oder 3G-Regel, die in Berlin für Restaurants Pflicht ist, erinnere "zu sehr an den Holocaust", "bei dem es damals auch damit anfing, dass Juden nicht mehr am öffentlichen Leben teilnehmen durften." Das Restaurant war auf Anfrage von t-online zunächst nicht erreichbar. 

Restaurant in Berlin über 3G: Vergleich mit Davidstern

Der "Tagesspiegel" zitiert in seinem Bericht einen Veranstaltungsleiter des Restaurants, der den Schritt verteidigt: "Wir sind gastronomisch nicht bereit, irgendeine Personengruppe auszugrenzen – das darf man auch nicht, das ist ein absolutes No-Go – und das hat mich persönlich sehr stark an die Geschichte erinnert, wo Juden anfänglich nicht mehr am öffentlichen Leben teilnehmen durften und mit einem Davidstern gekennzeichnet wurden."

Mittlerweile habe man das Schreiben aus der Speisekarte jedoch entfernt. Es sei "im Nachhinein auch fehl am Platz" gewesen, da die eigene Meinung eines Mitarbeiters "an der Stelle nichts zu suchen hatte".

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