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Tödlicher Tram-Unfall in Berlin: Gaffer machen Selfies vor Leiche

Zwei Tote bei Unfall in Berlin  

Gaffer posieren vor Leiche

25.10.2021, 09:57 Uhr | t-online, mtt, dpa

Tödlicher Tram-Unfall in Berlin: Gaffer machen Selfies vor Leiche. Während Helfer um das Leben der Unfallopfer kämpften, machten Gaffer Fotos: Ein Toyota ist von einer Straßenbahn meterweit mitgeschleift worden. (Quelle: Morris Pudwell)

Während Helfer um das Leben der Unfallopfer kämpften, machten Gaffer Fotos: Ein Toyota ist von einer Straßenbahn meterweit mitgeschleift worden. (Quelle: Morris Pudwell)

Schreckliche Bilder aus Berlin: Eine Straßenbahn erfasst einen Toyota, schleift ihn über die Gleise. Die Menschen im Auto werden schwer verletzt, zwei sterben. Und Schaulustige machen Fotos.

Bei einem Zusammenstoß eines Autos mit einer Straßenbahn in Berlin-Lichtenberg sind zwei Menschen gestorben, zwei weitere wurden schwer verletzt. Laut Polizei war der 46-jährige Fahrer von seinen 23, 25 und 31 Jahre alten Passagieren per Fahrdienst-App für eine Tour gebucht worden.

Gegen 0.30 Uhr wollte er die Tram-Gleise an der Landsberger Allee Ecke Siegfriedstraße überqueren, fuhr laut einem Zeugen bei Rot und übersah eine herannahende Straßenbahn.

Fahrer und Passagiere im Toyota eingeklemmt

Im nächsten Moment krachte es: Die Tram erfasste den Toyota Prius, schleifte ihn meterweit mit und entgleiste dabei. Das Auto wurde beim Aufprall nach links aus den Gleisen heraus und gegen einen massiven Oberleitungsmast gedrängt, der umstürzte.

Einsatzkräfte am Unfallort: Die Insassen des Wagens waren im Wrack eingeklemmt und mussten mit schwerem Gerät befreit werden. (Quelle: Twitter/Berliner Feuerwehr)Einsatzkräfte am Unfallort: Die Insassen des Wagens waren im Wrack eingeklemmt und mussten mit schwerem Gerät befreit werden. (Quelle: Twitter/Berliner Feuerwehr)

Einsatzkräfte mussten die Insassen des Pkw mit schwerem Gerät aus dem stark deformierten Wrack befreien. Für den Fahrer kam jede Hilfe zu spät, er starb noch am Unfallort. Ein weiterer Insasse wurde vom Rettungsdienst reanimiert und mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Dort erlag der 25-Jährige später am Sonntag seinen schweren Verletzungen.

Schaulustige sollen Ersthelfer behindert haben

Während des Einsatzes kamen mehrfach Gaffer. Einige posierten vor dem Wrack und den Unfallopfern für Fotos. Dabei sollen sie teilweise auch Menschen behindert haben, die direkt nach dem Unfall helfen wollten.

54 Rettungskräfte waren im Einsatz. Die Straßenbahn musste von einem Kran der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wieder auf die Schienen gesetzt werden. Der Straßenbahnfahrer erlitt einen Schock. Die rund 30 Fahrgäste der Bahn blieben unverletzt.

Verwendete Quellen:

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