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Berlin: Mann filmt und verspottet Polizisten kurz vor Tod – Anzeige möglich!


Video sorgt für Aufregung
Mann filmt und verspottet Polizisten kurz vor Tod

Von t-online, ASS

Aktualisiert am 18.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Ein Polizist steht neben einem verunfallten Einsatzwagen: Der Beamte, der am Steuer des Wagens saß, verstarb später im Krankenhaus.Vergrößern des BildesEin Polizist steht neben einem verunfallten Einsatzwagen: Der Beamte, der am Steuer des Wagens saß, verstarb später im Krankenhaus. (Quelle: Screenshot/Instagram/t-online)
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Erschreckender Vorfall in Berlin: Nach einem Dienstunfall ist ein Berliner Polizist im Krankenhaus verstorben. In den sozialen Medien kursieren Aufnahmen von dem hilflosen Mann. Die Polizei prüft ein Verfahren.

In Berlin sorgt ein im Netz verbreitetes Video von einem im Dienst verunglückten Polizisten für Aufsehen. Wie die Polizei auf Twitter mitteilte, befand sich der Beamte am Mittwoch in einer "medizinischen Notsituation".

Am Donnerstag bestätigte eine Polizeisprecherin, dass der Beamte wenig später im Krankenhaus verstorben sei. Zuerst hatte die "Berliner Morgenpost" berichtet. Statt dem Polizisten nach dessen Unfall zu helfen, filmte eine Person den Mann am Steuer des Polizeiwagens.

Die Aufnahmen, die am Mittwoch auf Instagram veröffentlicht wurden, zeigen den verletzten Beamten, wie er scheinbar unkoordiniert mit den Händen gestikuliert und mehrfach schreit. Der Mann, der das Video offenbar aufnimmt, bezeichnet den Polizisten dabei als "völlig besoffen".

Polizei Berlin: Video ist "geschmacklos und strafbar"

Die Polizei prüft nun ein Verfahren wegen unterlassener Hilfeleistung gegen den Filmenden, wie sie auf Twitter erklärte. Die Verbreitung dieses Videos sei "geschmacklos und strafbar".

Auch der Sprecher der Berliner Polizeigewerkschaft fand auf Twitter klare Worte für den Vorfall: "Es schockiert uns, dass man lieber zum Smartphone greift und draufhält, anstatt einem offensichtlich in Not geratenen Menschen zu helfen. Dass derartige Aufnahmen aus der reinen Gier nach Klicks und Aufmerksamkeit auf Social Media verbreitet werden, zeigt einen mittlerweile stark verbreiteten digitalen Narzissmus, der strafrelevante Folgen haben muss", stellte Benjamin Jendro klar.

Nach Informationen der "Berliner Morgenpost" soll es sich bei dem Verstorbenen um einen Polizisten des Abschnitts 15 in Prenzlauer Berg handeln. Er wurde den Informationen nach 60 Jahre alt.

Verwendete Quellen
  • Telefonat mit der Polizei Berlin
  • Polizei Berlin/Twitter
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