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Pflegeheime schlagen Alarm wegen ungeimpfter Mitarbeiter

Von dpa
23.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Pflegeheim
Die Bewohnerin eines Pflegeheimes mit Faschingsdekoration im Vordergrund sitz in einem Rollstuhl und blickt aus dem Fenster. (Quelle: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Bildarchiv/dpa-bilder)
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In gut acht Wochen beginnt die berufsbezogene Impfpflicht f├╝r Gesundheitswesen und Pflege. In vielen s├Ąchsischen Pflegeeinrichtungen besteht erhebliche Sorge. Sollte es nach dem 15. M├Ąrz tats├Ąchlich zu T├Ątigkeitsverboten kommen, werde es mit Blick auf den ohnehin angespannten Personalmarkt in der Pflege schwierig sein, fehlendes Personal zu ersetzen, teilte der Caritasverband f├╝r das Bistum Dresden-Mei├čen mit.

Im Vergleich zum Vorjahr stehe landesweit etwa ein Drittel weniger Pflegepersonal zur Verf├╝gung, teilte die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Sachsen mit. Die Sorge von Einrichtungstr├Ągern, dass weiteres Personal infolge der einrichtungsbezogenen Impfpflicht und der Omikron-Welle ausf├Ąllt, ist dementsprechend sehr gro├č.

In Sachsen sind derzeit nach Angaben des Gesundheitsministeriums rund 65 Prozent der etwa 300.000 Arbeitskr├Ąfte im medizinischen und pflegerischen Bereich geimpft. Dass schlagartig jemandem gek├╝ndigt werden m├╝sse, werde es in Sachsen nicht geben, hatte Gesundheitsministerin Petra K├Âpping (SPD) versichert. Die SPD-Politikerin sprach von einem m├Âglichen "Spielraum", in dem es noch einmal Befragungen und Gespr├Ąche mit den Betroffenen geben k├Ânne. An einem Erlass zur Umsetzung der Impfpflicht werde gearbeitet.

"Wir bekommen zunehmend R├╝ckmeldungen aus den Mitgliedsbetrieben, dass Besch├Ąftigte mit Blick auf die kommende einrichtungsbezogene Impfpflicht beabsichtigen zu k├╝ndigen", sagte der Pr├Ąsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Bernd Meurer. Die Sorge wachse an vielen Stellen, gerade bei Pflegeunternehmen in Regionen mit hohen Inzidenzen und geringen Impfquoten. Zudem f├╝hlten sich Pflegekr├Ąfte zu recht alleingelassen, wenn es nicht gleichzeitig zu einer allgemeinen Impfpflicht komme.

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Auch die AWO Sachsen sorgt sich um m├Âgliche K├╝ndigungen. "Tats├Ąchlich liegen einige solcher Ank├╝ndigungen in Richtung "ich melde mich arbeitssuchend" oder "ich suche mir was Neues" vor", hie├č es auf Anfrage. Das seien nicht ├╝berm├Ą├čig viele Mitarbeitende, "aber doch zu viele, um von Einzelf├Ąllen sprechen zu k├Ânnen".

"Leider gibt es in den betroffenen Arbeitsfeldern das bekannte erhebliche Fachkr├Ąfteproblem, so dass f├╝r Personal, f├╝r das ein Betretungsverbot ausgesprochen wird, in der Regel nicht in kurzer Zeit Ersatz gefunden werden kann", sagte Susanne Stra├čberger vom Diakonischen Werk Innere Mission Leipzig. M├Âglicherweise lasse sich der vorgegebene Personalschl├╝ssel nicht mehr einhalten, was den Bestand der jeweiligen Betriebsgenehmigung in Frage stelle.

Bei der Volkssolidarit├Ąt Stadtverband Leipzig geht man indes nicht von einer gro├čen Eigenk├╝ndigungswelle aus. "Aber es wird auch bei uns einzelne H├Ąrtef├Ąlle geben, ├╝ber die wir reden m├╝ssen und wir werden bis zuletzt daran arbeiten, alle f├╝r eine Impfung zu begeistern, um das Wort K├╝ndigung gar nicht erst in den Mund nehmen zu m├╝ssen", hie├č es auf Anfrage.

Denkbar ist auch ein zeitlich begrenzter Aufnahmestopp in den Einrichtungen. "Wenn Pflegekr├Ąfte in gr├Â├čerer Zahl ausfallen, ist die Versorgung der Pflegebed├╝rftigen unmittelbar gef├Ąhrdet", sagte Bernd Meurer vom bpa. Je nach Anzahl und Dienst der von einem etwaigen T├Ątigkeitsverbot betroffenen Mitarbeitenden, m├╝sse dann in letzter Konsequenz auch ein Aufnahmestopp in Erw├Ągung gezogen werden, hie├č es auch vom Caritasverband.

Laut Ministerin K├Âpping warteten viele noch ungeimpfte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Impfstoff von Novavax, dessen Auslieferung sich verz├Âgern soll. Der Impfstoff ist proteinbasiert und beruht auf einer anderen Technologie als die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna. Die Fraktionschefin der Gr├╝nen im Landtag, Frankziska Schubert, forderte am Sonntag bei diesem neuen Impfstoff zun├Ąchst Vorrang f├╝r Mitarbeiter in der Pflege und im Gesundheitswesen. Angeh├Ârige der Berufe, die ab Mitte M├Ąrz einer Impfpflicht unterliegen, sollten "ein exklusives Impfangebot" in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Einrichtungen erhalten.

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