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Giffey: Ende der Pr├Ąsenzpflicht war der Wunsch vieler Eltern

Von dpa
26.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Franziska Giffey (r, SPD), Regierende B├╝rgermeisterin von Berlin
Franziska Giffey (r, SPD), Regierende B├╝rgermeisterin von Berlin. (Quelle: Annette Riedl/dpa/dpa-bilder)
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Berlins Regierende B├╝rgermeisterin Franziska Giffey h├Ąlt die kurzfristige Entscheidung zur Aufhebung der Pr├Ąsenzpflicht an den Schulen nach wie vor f├╝r richtig. Es habe eine Situation gegeben, in der wegen der steigenden Inzidenzen Eltern zunehmend den Wunsch gehabt h├Ątten, selbst zu entscheiden, ob ihre Kinder zur Schule gehen, sagte Giffey bei der Talkveranstaltung "Tagesspiegel Live" am Mittwochabend. "Jetzt h├Ątten wir dar├╝ber noch Tage lang diskutieren k├Ânnen." Stattdessen habe der Senat sich dar├╝ber abgestimmt, Konsequenzen zu ziehen und den Druck rauszunehmen, den viele Eltern versp├╝rten.

"Nat├╝rlich hat man dann keinen langen Diskussionsprozess. Aber man hat eine schnelle Reaktion auf ein Problem, das offenkundig da war", so die SPD-Politikerin im Gespr├Ąch mit "Tagesspiegel"-Herausgeber Stephan-Andreas Casdorff und Chefredakteur Christian Tretbar.

Wenn sie unterwegs sei, h├Âre sie immer wieder die Bitte, die Schulen offen zu lassen. "Egal ob im Krankenhaus oder bei mir im Hausflur." Und die zweite Bitte sei: "Lasst uns selbst entscheiden." Giffey sagte, durch die Aufhebung der Pr├Ąsenzpflicht ├Ąndere sich in der Praxis kaum etwas: "Es ist alles wie bisher." Der einzige Unterschied sei, dass Eltern die M├Âglichkeit h├Ątten, ihr Kind f├╝r ein, zwei Tage oder eine Woche aus der Schule rauszunehmen. "Und wir reden hier ├╝ber einen ganz begrenzten Zeitraum."

Giffey wies darauf hin, dass am Freitag bereits die Winterferien starteten. "Und dann haben wir noch genau 15 Schultage bis Ende Februar." In dem Zeitraum sei der Peak bei den Infektionszahlen zu erwarten. "Das sind die Tage, wo wir nochmal eine h├Âhere Inzidenz haben. Und wo noch mehr Eltern gesagt h├Ątten, ich m├Âchte das aber f├╝r mein Kinder selber entscheiden", sagte Giffey. "Ich hoffe, dass wir dann so weit sind, dass die Zahlen wieder runtergehen. Und dann gilt ab 1. M├Ąrz die Pr├Ąsenzpflicht wieder ganz normal."

Giffey sagte, sie habe am Mittwoch mit Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) in Brandenburg telefoniert, wo die Pr├Ąsenzpflicht schon seit Dezember ausgesetzt sei. "Und ich habe gefragt: "Wie ist das bei euch gelaufen?"" Ernst habe geantwortet, mit dieser Entscheidung habe man die Schulen offen halten k├Ânnen. Und in der Praxis gebe es nur zwei bis f├╝nf Prozent der Eltern, die die M├Âglichkeit in Anspruch n├Ąhmen. Unter anderem Lehrerverb├Ąnde und die Gewerkschaft GEW hatten die Entscheidung des Senats scharf kritisiert, die Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse am Montag bekanntgegeben hatte.

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