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Langeoog: Insel-Restaurants mit Personalnot – "viel Schwarzarbeit-Anfragen


Paar schlägt Alarm
Gastro-Probleme auf Langeoog: "So viel Anfragen wegen Schwarzarbeit"

Von t-online, kg

Aktualisiert am 19.07.2023Lesedauer: 2 Min.
Strand von Langeoog. (Vergrößern des BildesSommer am Strand von Langeoog. (Quelle: imago))
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Die ostfriesischen Inseln haben Personalprobleme. Ein Betreiberpaar auf Langeoog muss gegensteuern: mit geschlossener Terrasse.

Auf Facebook macht der Betreiber des Restaurants "Kajüte am Hafen" keine große Sache daraus. "Die Kajüte im NDR. Leider mit einem nicht ganz so schönem Thema", schreibt das Ehepaar Eden, das hinter der Kajüte steht. In dem Bericht geht es um ihr Restaurant. Und um den enormen Personalmangel, der die beiden zum Handeln zwingt.

Die Nordsee-Inseln kämpfen alle mit dem gleichen Problem: Sie finden keine Menschen, die dort arbeiten wollen. Während der Tourismus boomt, fehlt überall das Personal. Die größte Hürde sind dabei Unterkünfte. Einfache Zimmer gibt es noch, aber wer mit seiner Familie auch auf einer der Inseln leben möchte, geht meist leer aus. Denn Wohnraum ist rar, viele Wohnungen sind zu Ferienunterkünften umgewandelt worden.

Reduzierte Arbeitszeit und Unterkünfte auf Langeoog

Auch das Ehepaar Eden auf der Langeoog findet kein Personal mehr, berichtet der "NDR". Dabei bieten die beiden schon einiges für ihre Angestellten: Über ihrem Restaurant, der "Kajüte am Hafen", gibt es einfache Zimmer, die sie an ihr Personal vermieten. Sie haben die wöchentliche Arbeitszeit von 40 auf 35 Stunden reduziert. Vier Mitarbeiter könnten sofort anfangen. Doch solange keine Bewerber in Sicht sind, hat das Paar jetzt zu drastischen Mitteln gegriffen.

Die Terrasse bleibt zum Teil geschlossen und auch die Küche macht abends zu. Ab 18 Uhr ist das Restaurant dicht, an zwei Tagen in der Woche wird gar nicht erst geöffnet. "Wir wollen uns gegenseitig nicht verheizen", erklärt Thomas Eden, der mit seiner Frau Monika das Restaurant seit 2006 führt, dem "NDR". Allein die geschlossene Außenterrasse reißt ein Umsatzloch von rund 1000 Euro am Tag in die Bilanz.

Ein Roboter macht jetzt den Job

Bewerber gab es wohl schon. Doch die wollten "wenig arbeiten und extrem viel Gehalt haben", sagt Monika Eden. "So viele Anfragen wegen Schwarzarbeit habe ich noch nie gehabt", so Eden weiter.

Die Edens konnte nicht die ganze Saison auf neue Mitarbeiter warten. Jetzt erledigt der Service-Roboter Bella einen Teil der Arbeit. Bis zu vier volle Tablets gleichzeitig kann der weiße Roboter zu den Gästen rollen, ein Mitarbeiter muss dann noch das Essen vom Roboter nehmen und vor dem Gast abstellen. "Die Bella entlastet uns in jeglicher Form", sagt auch Thomas Eden zum "NDR". Vor allem, wenn große Tische abgeräumt werden müssen, sei der Roboter eine große Hilfe. "Und der Service kann sich um die Gäste kümmern." Ein solcher Bella-Bot kostet knapp 20.000 Euro.

Verwendete Quellen
  • Facebook.de: Restaurant Kajüte am Hafen, Langeoog
  • ndr.de: Im Gastgewerbe fehlen Servicekräfte: Beispiel Langeoog
  • langeoog-restaurant.de
  • moin.de: Nordsee-Insel kämpft mit großem Problem – ein ungewöhnliches Projekt soll alles ändern
  • eventfittery.de: Intelligenter Servierroboter "BellaBot"
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