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Valeriia in Döbeln vermisst: Aufsichtsbehörde ermittelt gegen Schule


Eltern nicht informiert
Vermisste Valeriia: Ermittlungen gegen Schule

Von t-online, yer

05.06.2024Lesedauer: 2 Min.
Die neunjährige Valeriia wurde am Dienstag tot in einem Waldstück gefunden.Vergrößern des BildesDie neunjährige Valeriia wurde am Dienstag tot in einem Waldstück gefunden. (Quelle: Tobias Junghannß/dpa, Polizei Sachsen)
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Seit Tagen sucht die Polizei in Döbeln nach der Grundschülerin Valeriia. Die Aufsichtsbehörde ermittelt jetzt gegen die Schule des Kindes.

Die Polizei sucht im sächsischen Döbeln weiter nach der Grundschülerin Valeriia. Von dem Mädchen fehlt seit Montagmorgen jede Spur. Am Mittwochnachmittag teilte eine Polizeisprecherin mit, dass Valeriia bisher nicht gefunden worden sei. Bei den Ermittlungen konzentriere man sich auf das Umfeld in Döbeln und die Befragung von Anwohnern. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht mitgeteilt.

In dem Vermisstenfall rückt auch das Handeln der Schule des Mädchens in den Fokus. Denn dorthin sollte das Kind eigentlich laufen, als sie Montagfrüh die elterliche Wohnung gegen 6.50 Uhr verließ. Obwohl Valeriia nicht ankam, wurden die Eltern nicht von der Schule informiert. So fiel diesen das Fehlen ihres Kindes erst Stunden später auf, als es nachmittags nicht aus der Schule nach Hause kam.

Deshalb hat sich mittlerweile das Landesamt für Schule und Bildung in den Fall eingeschaltet. Laut Behördensprecher Clemens Arndt wird geprüft, warum die Eltern keine Information über das Fehlen des Kindes erhielten. Ein Anruf bei den Eltern sei im Fall einer Abwesenheit von Schülern ein klassisches Verfahren. "Wir müssen jetzt herausfinden, warum das nicht funktioniert hat an der Stelle", sagte Arndt. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung von Ermittlungen der Schulaufsicht berichtet.

Spezialhunde an der Suche beteiligt

Nach dem Mädchen wird laut Polizei weiterhin "mit Hochdruck" gesucht. Dazu sollte am Mittwoch erneut Unterstützung der Bereitschaftspolizei hinzugezogen werden. Zudem waren am frühen Mittwochmorgen erneut Spezialhunde im Einsatz. Mit sogenannten Flächenhunden seien Wälder, Felder und Wiesen durchstreift worden, Trümmerhunde hätten in Abrissgebäuden nach dem Mädchen gesucht. Neue Hinweise auf das Kind haben sich den Angaben nach jedoch nicht ergeben. Bereits am Vortag waren das Stadtgebiet und der Flussbereich der Freiberger Mulde intensiv abgesucht worden.

Die Ermittlungen gehen laut Polizei in alle Richtungen, wobei eine Gewalttat nicht ausgeschlossen wird. Am Mittwoch sollten weitere Anwohner befragt werden. Es könnte auch erneut ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kommen, hieß es. Zudem würden weitere Videoaufnahmen ausgewertet.

Das Mädchen ist nach Polizeiangaben etwa 1,40 Meter groß und hat dunkelblonde, mittellange Haare. Am Montagmorgen trug es ein lilafarbenes T-Shirt, schwarze Jeans, eine helle türkisfarbene Jacke sowie dunkelblaue knöchelhohe Schuhe. Es hatte zudem einen rosa Schulranzen bei sich. Die Neunjährige spricht gebrochen Deutsch. Für Zeugenhinweise ist die Chemnitzer Kriminalpolizei unter 0371 387 3488 erreichbar.

Verwendete Quellen
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