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Unikliniken: Ausweitung des Angebots für Beschäftigte

Von dpa
Aktualisiert am 30.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Proteste der Unikliniken - Düsseldorf
Die Demonstranten der Unikliniken sammeln sich vor dem DGB-Gebäude in Düsseldorf. (Quelle: Malte Krudewig/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Im monatelangen Streit mit den Beschäftigten um einen Tarifvertrag Entlastung haben die sechs betroffenen Unikliniken in NRW ihr Angebot nachgebessert und ausgeweitet. Mit dem angebotenen weiteren Personalaufbau in der Pflege würden die Personalschlüssel der Kliniken auch im europäischen Vergleich "ein sehr hohes Niveau erreichen", teilten die Unikliniken am Mittwoch mit. Sie wollten den Tarifvertrag Entlastung nun "schnellstmöglich zu einem positiven Abschluss" bringen.

Für die Übergangszeit bis zur Erreichung neuer Personalschlüssel bieten die Arbeitgeber für alle Pflegekräfte am Bett sowie Beschäftigte "in patientennahen Bereichen" einen sofortigen und bedingungslosen Belastungsausgleich an. Konkret sollen sie bis zu sieben Tage pro Jahr zusätzliche freie Entlastungstage nehmen können.

Die Vorschläge würden auf weitere Berufsgruppen und Tätigkeitsbereiche ausgeweitet, die in einem ähnlich engen Verhältnis zu den Patienten arbeiten, beispielsweise im OP-Bereich, der Notaufnahme oder in Herzkatheterlaboren. "Wir haben unser Angebot im Rahmen der Verhandlungen deutlich weiterentwickelt. Wer in der Pflege einer nordrhein-westfälischen Uniklinik arbeitet, könnte sich daher zukünftig sicher sein, dass es keine besseren Regelungen in anderen Krankenhäusern gibt", sagte Andrea Schmidt-Rumposch, Pflegedirektorin der Universitätsmedizin Essen.

Kein Verständnis haben die Kliniken dafür, dass die Gewerkschaft Verdi auf ein bürokratisches, standardisiertes Modell anderer Kliniken bestehe und den Streik mit unverminderter Härte fortsetze. Die massiven Auswirkungen auf die Patientenversorgung seien nicht länger vermittelbar und stünden "in keinem Verhältnis zum Stand der konstruktiven Gespräche".

Zuvor hatte der NRW-Landtag den Weg frei gemacht für den angestrebten Tarifvertrag Entlastung. Mit den Stimmen der neuen schwarz-grünen Koalition sowie der Fraktionen von SPD und AfD beschloss das Plenum am Mittwoch die Änderung des NRW-Hochschulgesetzes. Die Gesetzesänderung bietet die rechtliche Voraussetzung, damit die Unikliniken aus dem Arbeitgeberverband der Länder (AdL) austreten und eigenständig Tarifverhandlungen mit Verdi führen können.

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