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Kuriose Fahndung in Mettmann: Radfahrer wird mit 62 km/h in 30er-Zone geblitzt


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Radfahrer mit 62 Kilometern pro Stunde geblitzt

Von dpa
Aktualisiert am 15.07.2022Lesedauer: 1 Min.
Radrennfahrer mit 62 km/h geblitzt
Dieser Rennradfahrer wurde in einer Tempo-30-Zone in Ratingen mit 62 Kilometern pro Stunde geblitzt. (Quelle: Polizei Mettmann/dpa/dpa-bilder)
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Doppelt so schnell wie erlaubt ist ein Verkehrsteilnehmer im Kreis Mettmann geblitzt worden – und radelte der Polizei davon.

In Ratingen (Kreis Mettmann) ist ein viel zu schneller Radfahrer am Donnerstag mit einer Geschwindigkeit von 62 Kilometern pro Stunde in eine Blitzerfalle gerast. Erlaubt waren an der Kontrollstelle 30 km/h, teilte die Polizei mit.

Neben dem Radfahrer hätten in dem dreistündigen Messzeitraum an der leicht abschüssigen Mettmanner Straße Richtung Ratingen insgesamt 389 Autofahrer die Messstelle passiert – 90 davon seien zu schnell unterwegs gewesen, hieß es. Ob jemand schneller fuhr als der Radler, blieb unklar.

Fotofahndung nach Raser schwierig

Der Radrennfahrer, dessen Blitzerfoto die Polizei veröffentlichte, habe bei den Experten des Verkehrsdienstes der Kreispolizeibehörde Mettmann, die mit ihrem Messgerät gegen 8.30 Uhr Stellung bezogen hatten, für größeres Staunen gesorgt. Man habe sich gefragt, ob sich womöglich ein Fahrer der Tour de France in den Kreis Mettmann verirrt habe oder es sich schlicht "um einen übermotivierten Freizeitsportler handelte".

In jedem Fall gestalte sich die eigentlich fällige Ahndung der Geschwindigkeitsüberschreitung schwierig – wegen der fehlenden Kennzeichnungspflicht für Radfahrer.

Mit der Schilderung des Vergehens verband die Polizei am Donnerstag einen dringenden Appell: "Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten auch für Radfahrerinnen und Radfahrer." Temposünder auf dem Zweirad müssten mit den gleichen Bußgeldern und Strafen rechnen wie andere Verkehrsteilnehmer, wenn sie von der Polizei vor Ort erwischt oder im Anschluss ermittelt würden. Der sportliche Radfahrer von Ratingen dürfte freilich straffrei ausgehen – denn er ward nicht mehr gesehen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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