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Flughafen Düsseldorf: Unangekündigter Streik der Sicherheit – lange Schlangen


Notbetrieb an Kontrollstellen
Streik am Airport Düsseldorf: "Das ist einfach asozial"

Von t-online, gaa

Aktualisiert am 07.03.2024Lesedauer: 2 Min.
urn:newsml:dpa.com:20090101:240307-911-002012Vergrößern des BildesGeduld ist gefragt: Passagiere stehen an den Schaltern am Flughafen Düsseldorf an. (Quelle: Thomas Banneyer/dpa)
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Am Düsseldorfer Airport streikt nicht nur das Lufthansa-Bodenpersonal, sondern auch das an den Sicherheitskontrollen. Das hat gravierende Auswirkungen für die Passagiere.

Auf dem Düsseldorfer Flughafen hat sich am Donnerstagmorgen die Streiklage unerwartet verschärft. Denn dort streikte nicht nur – wie angekündigt – das Lufthansa-Bodenpersonal, sondern auch das Personal an den Sicherheitskontrollen. In der Flughafenhalle bildeten sich deswegen auch am Mittag lange Schlangen von mehr als 200 Metern, wie ein Reporter vor Ort berichtet. Mitarbeiter des Airports verteilten Wasserflaschen an die wartenden Passagiere, die sich meist doch sehr gelassen in die Schlange stellten.

"Als die Halle beim letzten Streik leer war, sind die Streikenden mit ihren Fahnen durch die Halle gezogen", erzählt ein Flughafenmitarbeiter, der anonym bleiben möchte. "Heute trauen die sich das nicht und verstecken sich. Das ist einfach asozial, wenn Leute ihren Flug verpassen und für sehr viel Geld einen neuen buchen müssen", sagt er weiter.

Bislang sind 13 Flüge gestrichen beziehungsweise umgeleitet worden. "Der Flugbetrieb wird größtenteils aufrechterhalten", sagte ein Flughafensprecher. "Passagiere sind leider betroffen von längeren Wartezeiten, als sie es sonst gewohnt sind. Aber wir tun alles gemeinsam mit unseren Partnern, dass die Auswirkungen gering bleiben und die Flüge weitestgehend realisiert werden können."

Rund 320 Starts und Landungen

Regulär sei am Donnerstag mit 42.000 Passagieren und rund 320 Start und Landungen zu rechnen. Davon seien 21.000 Abfliegende. Ein Drittel von ihnen sei am Morgen bereits durch die Kontrolle gelangt. "Sie sind jetzt schon abgefertigt", sagte der Sprecher. Durch den Notbetrieb an den Kontrollstellen komme es allerdings zu längeren Wartezeiten und Schlangen. Die Verhältnisse seien aber geordnet. Die Passagiere würden gebeten, nicht früher als drei Stunden vor dem Abflug zum Flughafen zu kommen.

Alle Passagiere, die für Donnerstag einen Flug ab Düsseldorf geplant hätten, seien gebeten, sich vor ihrer Anreise bei den Airlines oder den Reiseveranstaltern über ihren Flugstatus zu informieren, teilte der Düsseldorfer Flughafen mit.

Unangekündigter Streik

Anders als an den Flughäfen Frankfurt und Hamburg, wo Verdi ebenfalls die Sicherheitskontrolle bestreike, sei die Aktion in Düsseldorf von der Gewerkschaft nicht angekündigt worden. Dadurch solle verhindert werden, dass der Flughafen und seine Partner sich auf den Ausstand einstellen könnten. Ohne Vorwarnung waren bereits am Mittwochabend Beschäftigte an den Personal- und Warenkontrollen am Flughafen Köln/Bonn in den Ausstand gegangen.

Verdi teilte mit, mit dem Streik solle den Arbeitgebern signalisiert werden, dass das bisherige Angebot verbessert werden müsse. Die Flughafen Düsseldorf GmbH sprach dagegen von einem "unverhältnismäßigen Streik".

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
  • Reporter vor Ort
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