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Streik am Mittwoch – Einzelhandel in NRW reagiert auf gescheiterte Verhandlungen

Ikea, Saturn, H&M und Co.  

NRW-Einzelhandel streikt am Mittwoch

16.06.2021, 10:14 Uhr | dpa, t-online

Streik am Mittwoch – Einzelhandel in NRW reagiert auf gescheiterte Verhandlungen. Ikea-Mitarbeiter in Dortmund vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde für den Einzelhandel (Symbolbild): Heute sind auch sie beim Warnstreik dabei. (Quelle: imago images/Cord)

Ikea-Mitarbeiter in Dortmund vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde für den Einzelhandel (Symbolbild): Heute sind auch sie beim Warnstreik dabei. (Quelle: Cord/imago images)

Im Tarifstreit um Nordrhein-Westfalens Einzelhandel müssen die Menschen mit Streiks rechnen. Die Gewerkschaft Verdi kündigte für Mittwoch Arbeitsniederlegungen in zahlreichen Städten an.

Am Mittwoch müssen sich Shoppende in NRW auf Einschränkungen einstellen: In verschiedenen nordrhein-westfälischen Städten wird heute gestreikt. Grund dafür ist der vorangegangene Tarifstreit.

Unter anderem in Duisburg, Gelsenkirchen, Bonn, Köln, Essen und Düsseldorf kommt es in den Innenstädten und an Standorten der Möbelhauskette Ikea zu Warnstreiks. In Dortmund soll es eine Kundgebung geben, bei der Beschäftigte von Ikea, Saturn, H&M und weiteren Ketten erwartet werden.

Im Einzelhandel sind in NRW laut der Gewerkschaft Verdi rund 700.000 Beschäftigte tätig. Die Branche ist ganz unterschiedlich durch die Pandemie gekommen: Während das Geschäft von Supermarktketten wie Edeka und Rewe brummte, mussten Modehändler, Warenhausbetreiber und andere stationäre Händler heftige Einbußen hinnehmen, auch weil ihre Geschäfte zeitweise geschlossen sein mussten.

Handelsverband hält Verdis Forderungen für überzogen

Verdi fordert 4,5 Prozent mehr Geld und begründet dies unter anderem mit Finanzeinbußen der Beschäftigten in der Corona-Zeit, in der sie mit hohem Einsatz neue Konzepte wie Click & Collect umgesetzt oder trotz Angst vor einer Infektion weiter gearbeitet hätten. Der 2019 abgeschlossene, zwei Jahre gültige Tarifvertrag hatte eine Erhöhung um zunächst 3 Prozent und später um 1,8 Prozent gebracht.

Der Handelsverband NRW hält die aktuellen Forderung für überzogen und bietet deutlich weniger: Je nachdem wie stark die Firma betroffen war, soll es unterschiedliche Erhöhungsschritte geben.

Am kommenden Dienstag sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden. In der Vergangenheit hatten Warnstreiks im Einzelhandel häufig keine großen Auswirkungen für die Kundschaft, weil nur ein Teil der Belegschaft teilnahm und die Geschäfte trotzdem geöffnet waren. Zuvor war es auch im Hamburger Einzelhandel zu Arbeitsniederlegung gekommen.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherchen
  • Nachrichtenagentur dpa

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