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2G-Modell: Mehrere Fraktionen für Ausweitung auf Gastronomie

Erfurt  

2G-Modell: Mehrere Fraktionen für Ausweitung auf Gastronomie

28.09.2021, 11:42 Uhr | dpa

2G-Modell: Mehrere Fraktionen für Ausweitung auf Gastronomie. Heike Werner (Die Linke)

Heike Werner (Die Linke) spricht. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Aus Sicht der Landtagsfraktionen von CDU und Grünen sollten auch in Thüringer Restaurants, Cafés und Bars bestimmte Corona-Beschränkungen wegfallen, wenn dort künftig nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt haben. Auch solche Unternehmen müssten die Möglichkeit erhalten, das sogenannte 2G-Optionsmodell zu nutzen, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Thadäus König am Dienstag während einer Sitzung des Gesundheitsausschusses im Erfurter Landtag.

Die Grünen fordern in einem Positionspapier Vergleichbares. Die Betreiber hätten damit eine langfristige Planbarkeit und müssten keinen erneuten Lockdown fürchten, heißt es dort.

Bislang ist geplant, dass das 2G-Optionsmodell nicht für die Gastronomie gelten soll, sondern nur für die Veranstaltungsbranche. Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) erklärte allerdings, derzeit laufe noch die Ressortabstimmung zu der neuen Corona-Verordnung, mit der ein solches Modell eingeführt werden soll. Die Verordnung soll nach bisherigen Plänen am Freitag verkündet werden und dann ab Sonntag gelten. Die Zeit für eine Entscheidung über eine mögliche Ausweitung des 2G-Optionsmodells drängt also.

Das Modell würde es nach den derzeitigen Planungen der Landesregierung Veranstaltern erlauben, unter anderem auf Abstands- und Maskenregeln auf ihrem Gelände zu verzichten, wenn zu den Veranstaltungen nur Genesene oder Geimpfte Zutritt haben. Ausnahmen soll es für Menschen geben, die sich aus medizinischen Gründen nicht gegen Covid-19 impfen lassen können und für Kinder- und Jugendliche, solange sie noch nicht 18 Jahre alt sind.

Ob die Unternehmen auf ein solches 2G-Modell setzen oder Menschen unabhängig von ihrem Impfstatus - bei gleichzeitiger Anwendung strengerer Corona-Regeln - einlassen, soll ihnen selbst überlassen bleiben. Die Fraktionen von AfD und die FDP lehnen ein 2G-Optionsmodell nach Angaben ihrer Abgeordneten im Gesundheitsausschuss ab. Die Linksfraktion will es nicht auf die Gastronomie ausdehnen.

Ein Grund dafür, dass in Thüringen nach derzeitigen Planungen der Landesregierung nur Veranstalter das 2G-Optionsmodell nutzen können sollen, sei, dass nur deren Vertreter sich dafür ausgesprochen hätten, sagte Ministerin Werner. Innerhalb der Gastronomie werde diese Option sehr viel kritischer diskutiert. Die Landesregierung wolle solche Regelungen aber nur in Abstimmung mit den verschiedenen Branchen einführen.

Vertreter sowohl von Rot-Rot-Grün als auch der CDU forderten in der Diskussion über 2G, dass an den Schulen in Thüringen wieder mehr getestet wird. Die Überlegung dahinter: Wenn Kinder- und Jugendliche unabhängig von ihrem Impfstatus auch unter 2G-Regeln Zutritt zu Veranstaltungen bekommen sollen, würden regelmäßiges Testen der jungen Menschen auch die Sicherheit von Veranstaltungen erhöhen.

Während Rot-Rot-Grün in einer gemeinsamen Stellungnahme zum Entwurf der neuen Corona-Verordnung allerdings nur darauf setzt, dass Schulen verpflichtet werden sollen, ein Testangebot vorzuhalten, das die Schüler dann freiwillig nutzen können, will die CDU ihrem bildungspolitischen Sprecher Christian Tischner zufolge sogar eine Testpflicht für die Kinder und Jugendlichen an Schulen. In diesem Fall könne im Unterricht auch auf das Tragen einer Maske verzichtet werden.

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