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Heißes Wochenende bringt NRW zum Schwitzen: viele Warnungen

Von dpa
Aktualisiert am 20.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Sommerwetter in Köln
Zahlreiche Menschen kühlen sich im Rhein ab. (Quelle: Christian Knieps/dpa/dpa-bilder)
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Hohe Temperaturen mit Spitzenwerten von 36 Grad haben die Menschen am Wochenende auch in Nordrhein-Westfalen ins Schwitzen gebracht. Viele suchten Abkühlung im Schwimmbad. Zu einem tragischen Unfall kam es in einem Badesee in Hürth bei Köln. Ein 18-Jähriger wurde am Samstag leblos aus dem Wasser geborgen und starb später in einer Klinik. In einem See in Hamm wurde am Sonntag ein 23-Jähriger tot entdeckt. Patientenschützer wiesen auf die Lage alter Menschen in Heimen hin, die der Hitze oft ungeschützt ausgeliefert seien.

Der Samstag war mit beinahe 36 Grad in einigen Orten der bislang heißeste Tag des Jahres in NRW. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes waren am späten Nachmittag an der Station Weilerswist-Lommersum (Kreis Euskirchen) 35,7 Grad gemessen worden, am Flughafen Köln-Bonn 35,5 Grad und an der Station Köln-Stammheim 35,3 Grad. NRW hatte jedoch nicht die heißesten Orte bundesweit.

Das hochsommerliche Wetter trieb viele ins kühle Nass. Schwimmbäder etwa in Köln berichteten von deutlich höheren Ticketverkäufen, zum Teil bildeten sich lange Schlangen. Das Strandbad Lörick in Düsseldorf meldete hohe Auslastung. Das Freibad Langenfeld nahe der Landeshauptstadt stoppte den Ticketverkauf am Kassenautomaten sogar zeitweise. Auch ins Freizeitbad CaLevornia in Leverkusen wurden am Samstag und Sonntag wegen Überfüllung vorübergehend keine Badegäste mehr eingelassen. In Bochum wurden die Öffnungszeiten am Samstag bis in die Abendstunden verlängert.

In Hürth beobachteten Zeugen, wie ein Mann im Badesee unterging. Rettungstaucher bargen den 18-Jährigem, der aber trotz intensivmedizinischer Betreuung laut Polizei am Samstag seinen "erheblichen Verletzungen" erlag. Im Falle des 23-jährigen Toten, der am Sonntagmorgen von einem Radfahrer entdeckt wurde, ging die Polizei ebenfalls von einem Unglück aus.

Viele alte Menschen in Heimen seien den hohen Temperaturen "weitestgehend schutzlos ausgesetzt", kritisierte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, am Sonntag. "Die Politik ist gefordert, das Hitze-Leiden der 810 000 Pflegebedürftigen in den Heimen zu beenden." Im öffentlichen Dienst solle ab 26 Grad die Kühlung der Büros beginnen, auch für die Hilfsbedürftigen in den Heimen brauche es eine solche Vorschrift.

Der Wetterdienst warnte am Sonntag: "Aufgrund längerer Trockenheit gebietsweise hohe Waldbrandgefahr." Zudem könne es zu einer erhöhte UV-Intensität kommen - also einer erhöhten Sonnenbrandgefahr in NRW. Nach einem erstem Überblick vom Sonntag zeichnete sich zunächst keine besondere Einsatzlage bei Polizei und Feuerwehren wegen der Hitze ab.

Am Sonntag brachte ein Tiefausläufer auch schon deutlich kühlerer Meeresluft nach NRW. Es wurden noch mit Höchstwerten zwischen 21 Grad gerechnet und 28 Grad gerechnet. In der Nacht zum Montag sollten laut DWD-Vorhersage Schauern durchziehen, es bestehe mancherorts auch eine Gefahr von Starkregen und Sturmböen. Es solle auf maximal 19 bis 23 Grad abkühlen.

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