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Essen: Explosion in Mehrfamilienhaus – Leiche identifiziert


Neue Informationen
Explosion in Essen: Leiche inzwischen identifiziert

Von t-online, tht

Aktualisiert am 15.12.2023Lesedauer: 3 Min.
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Aufnahmen nach extremen Sprung.
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Bei einer Explosion in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Essen gab es mehrere Verletzte und einen Toten. Die Leiche wurde nun identifiziert.

Nach der Explosion am Samstagabend im Stadtteil Steele galt ein Bewohner der von der Explosion betroffenen Wohnung als vermisst. Kurz nach dem Brand war dann in der ersten Etage des Mehrfamilienhauses eine Leiche gefunden worden. Am Freitag, 15. Dezember, gab die Polizei bekannt, dass es sich bei dem Toten um den vermissten 68-jährigen Rentner handle.

Bei der Explosion und einem Brand waren zudem eine junge Frau schwer und zwei weitere Menschen leicht verletzt worden. Die Bewohnerin sprang aus dem Fenster und lag schwerstverletzt auf der Straße, als die Einsatzkräfte am Samstagabend eintrafen, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Sie wurde in ein Verbrennungszentrum nach Bochum gebracht.

Gebäude ist nicht einsturzgefährdet

Die Explosionsursache werde derzeit ermittelt, wie eine Sprecherin der Polizei Essen t-online mitteile. Am Montag überprüfte ein Statiker das Gebäude, das demnach wohl nicht einsturzgefährdet sei. Daher konnten Ermittler inzwischen Spuren sichern und die Ermittlungen fortsetzen. Diese werden derzeit laut Polizei ausgewertet, um Brandentstehung und -verlauf rekonstruieren zu können. Ersten Erkenntnissen nach könnte Gas der Auslöser für die Explosion gewesen sein.

"Eine fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden", teilte die Polizei Essen weiter mit und bittet, gemachte Video- und Bildaufnahmen von Zeuginnen und Zeugen zu Ermittlungszwecken an das Präsidium weiterzugeben.

Ersten Erkenntnissen zufolge passierte der Vorfall in einer Wohnung im Erdgeschoss. Von dort breitete sich das Feuer sofort auf das restliche Gebäude aus. Als die ersten Polizisten am Einsatzort ankamen, standen das Erdgeschoss und der erste Stock in Brand.

"Wir konnten keinen Gasanschluss finden"

Laut der Westfälischen Allgemeinen Zeitung (WAZ) soll der 68-jährige Bewohner des Erdgeschosses hinter dem Mehrfamilienhaus zwei große Propangasflaschen gelagert haben. Zudem fanden Feuerwehrleute demnach Kohlebriketts, die für einen Betrieb von Ofen benötigt werden. Ein Feuerwehrsprecher zu t-online: "Aus dem offiziellen Gasversorgungsnetz wurde das Haus nicht beheizt. Wir konnten keinen Gasanschluss finden."

Den Einsatzkräften bot sich nach der Explosion am Samstagabend ein verheerendes Bild. "Die Straße gleicht einem Trümmerfeld, alles ist voller Schutt und Glasscherben", beschrieb ein Feuerwehrsprecher am Sonntagmorgen. Fenster am Haus und Scheiben geparkter Autos waren zersplittert, das Gebäude nicht mehr bewohnbar.

Die Einsatzkräfte konnten das zerstörte Gebäude lange nicht betreten, um nach möglichen weiteren Opfern zu suchen. Am Sonntagvormittag suchten die Feuerwehrleute mit Rettungshunden im Haus und fanden zunächst niemanden, bevor sie dann auf die Leiche stießen.

"Die Gewalt, die hier gewirkt hat, kann man nicht überleben"

"Die Gewalt, die hier gewirkt hat, kann man nicht überleben", sagte der Sprecher der Feuerwehr am frühen Sonntagmorgen. Die durch die Explosion entstandene Druckwelle zerstörte auch eine Wand des direkt angrenzenden Wohngebäudes. Zwei Bewohner aus dem Nachbarhaus wurden zunächst vor Ort vom Rettungsdienst versorgt und kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus.

Drei weitere Menschen wurden ebenfalls vom Rettungsdienst betreut, waren aber unverletzt. Am Sonntagmorgen gaben Statiker für das geräumte Nachbargebäude Entwarnung: Es sei nicht einsturzgefährdet.

Anwohner eilten zur Hilfe

Anwohner schilderten der Deutschen Presse-Agentur, wie sie am Abend versucht hatten, den Bewohnern zu helfen. "Wir wohnen ein paar Meter entfernt und haben die Explosion in unserer Wohnung gespürt", erzählte ein Mann. Er sei mit seiner Freundin zu dem Haus gelaufen und habe die Flammen in der Wohnung im Erdgeschoss gesehen.

Eine Frau habe ihren Hund nach draußen gebracht und sei zurück ins Haus gelaufen, um weitere Tiere zu retten. Andere Nachbarn hätten einen Bewohner aus dem Gebäude gezogen.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Auskunft der Pressestelle der Feuerwehr Essen
  • Auskunft der Pressestelle der Polizei in Essen
  • presseportal.de: Mitteilung der Polizei Essen vom 15. Dezember 2023
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