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Essen: Polizei rechnet mit 78.000 Demonstranten gegen AfD-Parteitag im Juni


AfD-Parteitag vom 29. bis 30. Juni
Polizei rechnet mit bis zu 78.000 Demonstranten

Von t-online, jum

28.05.2024Lesedauer: 3 Min.
imago images 0440951422Vergrößern des BildesDemonstranten bei einer Veranstaltung gegen Rechts am 26. Mai (Archivbild): Rund um den geplanten AfD-Parteitag Ende Juni in Essen sind mehrere Proteste geplant. (Quelle: IMAGO/Jochen Tack)
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Vom 29. bis 30. Juni soll in Essen der Bundesparteitag der AfD stattfinden. Das führt zu zahlreichen Protesten. Die Polizei rechnet mit bis zu 78.000 Demonstranten.

Am Wochenende vom 29. bis zum 30. Juni wird es voraussichtlich voll in Essen werden. Grund ist der geplante Bundesparteitag der AfD in der Grugahalle. Bereits im Vorfeld war versucht worden, die Veranstaltung in der Ruhrgebietsstadt zu verhindern. Auch Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen hatte deutliche Worte gefunden. "Die AfD ist nicht willkommen, wir brauchen eine solche Veranstaltung nicht", sagte der CDU-Politiker.

Nach jetzigem Stand wird der Parteitag mit rund 600 AfD-Delegierten an besagtem Wochenende also wie geplant stattfinden – doch keinesfalls ohne Proteste. "Für alle drei Tage sind vielfältige Aktionen angemeldet", wird das Bündnis "Essen stellt sich quer" von der "WAZ" zitiert. Die größte mit mehreren zehntausend Teilnehmern, die gegen Rassismus auf die Straße gehen, soll am Samstag stattfinden.

Polizei bereitet sich auf einsatzreiches Wochenende vor

Mehrere Gruppen und Initiativen planen demnach gemeinsam eine große Veranstaltung auf dem Messeparkplatz P2 am Giradethaus. Die "Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat – gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt" erwartet dort 35.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Im Anschluss an die Kundgebung und mehrere Redner wird es am Abend noch ein Konzert geben. Weitere Details werden noch bekannt gegeben, heißt es.

Wie "Radio Essen" am Dienstag berichtet, sind bei der Polizei aktuell 15 Demonstrationen und Kundgebungen gegen den Parteitag der AfD am letzten Juniwochenende angemeldet. Auf Basis dieser Anmeldungen bei Stadtverwaltung und Polizei wird mittlerweile von bis zu 78.000 Teilnehmern ausgegangen – Tendenz steigend. Demnach werden die Demonstranten teilweise mit Bussen anreisen, ein Veranstalter habe bereits jetzt 40 Busse aus 33 Städten angekündigt.

Die Polizei bereitet sich deshalb auf einen Großeinsatz vor. Und auch verkehrstechnisch dürfte es am 29. und 30. Juni eng in Essen werden. Denn: Neben dem AfD-Parteitag und den Protesten findet im benachbarten Gelsenkirchen ein Achtelfinale der Fußball-Europameisterschaft statt. Dazu wird es ein Public Viewing in der Innenstadt geben und möglicherweise auch einen Autokorso und Jubelfeiern nach dem Spiel. Für ein Verkehrskonzept für die An- und Abreise arbeite die Stadt aktuell noch, heißt es.

Einschränkungen vor allem in Rüttenscheid

Vor allem im Stadtteil Rüttenscheid ist aufgrund des Parteitags und den damit verbundenen Protesten mit größeren Einschränkungen zu rechnen. So sollen die Alfredstraße, die Rüttenscheider Straße und die Norbertstraße zumindest zeitweise für Demonstrationszüge gesperrt werden. Das Grugabad, die Gruga und die Grugapark Therme bleiben geschlossen. Auch viele Geschäftsleute, planen, in dieser Zeit ihre Läden geschlossen zu halten. Dazu habe laut "WAZ" auch die Interessengemeinschaft Rüttenscheid (IGR) geraten.

Aber auch rund um den Hauptbahnhof wird es nach aktuellem Stand voller als gewohnt. Auch hier soll es Samstagvormittag an der Südseite des Hauptbahnhofs einen großen Protestzug geben. Viele Teilnehmer planen zudem eine Anreise mit Bus und Bahn, heißt es.

Genauere Informationen zu den geplanten Protesten soll ein Informationsabend vom Bündnis "Essen stellt sich quer" am 3. Juni ab 18 Uhr liefern. Im Julius-Leber-Haus der Arbeiterwohlfahrt an der Meistersingerstraße 50 wird dann über Möglichkeiten, sich selbst einzubringen, die Route des Demo-Zuges und den Ablauf gesprochen.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
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