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Beschäftigte in NRW-Unikliniken streiken – Intensivstationen betroffen

Von dpa, t-online, nhe

Aktualisiert am 09.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Streikende Beschäftigte halten bei einer Kundgebung ein Transparent in die Höhe (Archivbild): In den NRW-Unikliniken streiken bis zu 1.500 Personen.
Streikende Beschäftigte halten bei einer Kundgebung ein Transparent in die Höhe (Archivbild): In den NRW-Unikliniken streiken bis zu 1.500 Personen. (Quelle: Uwe Anspach/dpa-bilder)
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Pflegekräfte und andere Mitarbeiter einiger Unikliniken in Nordrhein-Westfalen streiken am Dienstag – für mehr Wertschätzung und eine Gehaltserhöhung. Für die Patientenversorgung gibt es Notfallpläne.

Nach der ergebnislosen zweiten Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zu einem eintägigen Warnstreik an mehreren Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen aufgerufen. Seit dem Morgen legten zunächst die Beschäftigten der Kliniken in Essen, Düsseldorf und Köln zum Teil ganztägig die Arbeit nieder.

Mit Trillerpfeifen, Ratschen und Pappplakaten ("Pflege soll nicht krank machen") versammelten sich die Streikenden vor den Uni-Krankenhäusern. In Köln zogen nach Verdi-Angaben etwa 700 Teilnehmende in einem Demonstrationszug zum Albertus-Magnus-Platz, wo eine Kundgebung geplant war. Bereits ab 8 Uhr kamen etwa 350 Beschäftigte am Klinikgelände in Düsseldorf zusammen. Am Essener Uniklinikum traten etwa 250 Beschäftigte teilweise ganztägig in den Ausstand.

Essen: Insbesondere Intensivstationen betroffen

Wie die Uniklinik Essen berichtet, seien dadurch erhebliche Einschränkungen in der Patientenversorgung nicht auszuschließen. Sowohl Pflegekräfte als auch Mitarbeiter in Labors und anderen Einrichtungen streiken demnach.

Insbesondere die Intensivstationen, auf denen auch COVID-19-Patienten liegen, seien betroffen. Daher müsse das OP-Programm deutlich reduziert werden. Die Versorgung externer Notfälle sei außerdem nicht sichergestellt.

Rund 1.500 Teilnehmer in fünf Städten

Dennoch sei mit der Gewerkschaft ein Notfallplan vereinbart worden, um die Auswirkungen für die Patienten so gering wie möglich zu halten, heißt es. Auch für die anderen Kliniken gebe es Notfallvereinbarungen, teilte Verdi am Montag mit.

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Unterdessen forderte die Krankenhausgesellschaft ein rasches Ende des Warnstreiks. "Wir sind in einer kritischen Situation der Pandemie. Wir gehen fest davon aus, dass Streiks so durchgeführt werden, dass die Versorgung immer gesichert wird. Ansonsten hoffen wir, dass der Tarifkonflikt möglichst schnell gelöst werden kann", sagte der Chef der Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, der "Rheinischen Post".

Das Universitätsklinikum Essen (Archivbild): Auch hier wird am Mittwoch gestreikt.
Das Universitätsklinikum Essen (Archivbild): Auch hier wird am Mittwoch gestreikt. (Quelle: Gottfried Czepluch/imago-images-bilder)

Am Mittwoch folgen dann die Kliniken in Bonn und Münster. Die Gewerkschaft rechnet mit insgesamt rund 1.500 Teilnehmenden an den fünf Häusern. "Die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber macht die Beschäftigten zu Recht wütend", so Verdi-Landesleiterin Gabriele Schmidt.

Gewerkschaften fordern Gehaltserhöhung

"Uns kein Angebot vorzulegen und zeitgleich alle unsere Forderungen mit einem bloßen 'Nein' vom Tisch zu wischen, zeugt von fehlender Wertschätzung." Im Gesundheitswesen leisteten alle Bereiche nicht erst seit Pandemiebeginn jeden Tag Unglaubliches, führt Schmidt fort.

Pflegekräfte demonstrieren mit Transparenten für eine bessere Bezahlung in Köln: Mit den Krankhausgesellschaften kam es bisher zu keiner Einigung.
Pflegekräfte demonstrieren mit Transparenten für eine bessere Bezahlung in Köln: Mit den Krankhausgesellschaften kam es bisher zu keiner Einigung. (Quelle: Berg/dpa-bilder)

Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder eine Einkommenserhöhung um fünf Prozent, mindestens aber 150 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Beschäftigte des Gesundheitswesens sollen tabellenwirksam monatlich 300 Euro mehr erhalten, die Ausbildungsvergütungen laut Verdi um 100 Euro angehoben werden.

Die zweite Verhandlungsrunde für die rund 1,1 Millionen Tarifbeschäftigten und knapp 50.000 Auszubildenden im öffentlichen Dienst der Länder (außer Hessen) war in der vergangenen Woche ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

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