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Eintracht-Star Alex Meier: Der "Fußballgott" tritt ab


Alex Meier: Der "Fußballgott" tritt ab

Von Fabian Jutzi

01.09.2022Lesedauer: 4 Min.
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Eintracht-Vereinslegende Alex Meier bei seinem Abschiedsspiel: (Quelle: Arne Dedert/dpa)
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Es ist vorbei: Nach 14 Jahren und 379 Pflichtspielen für die Eintracht hat Alex Meier beim Abschiedsspiel sein Können noch einmal unter Beweis gestellt.

Alex Meier lud zum Abschiedsspiel ein – und sie kamen. Sowohl Spieler aus dem aktuellen Kader der Frankfurter als auch etliche Ex-Spieler der Eintracht streiften sich am Mittwochabend im Deutsche Bank Park (nochmal) das Eintracht-Trikot über.

Aus der momentanen Elf der Frankfurter spielten unter anderem Kevin Trapp, der von den Fans frenetisch für seinen Verbleib in Frankfurt gefeiert wurde, Sebastian Rode und Makoto Hasebe mit. "Alex hat die beste Innenseite, die ich je gesehen hab", meinte Trapp schon vor dem Spiel anerkennend über Meiers Schusstechnik.

Ehemalige Frankfurter wie Rekordspieler Charly Körbel, Jay-Jay Okocha, Anthony Yeboah oder Erwin Skela kickten mit Spaß und guter Laune an diesem Abend mit. Nur der angekündigte Carlos Zambrano spielte nicht mit: "Er bekam kurzfristig keine Freigabe von seinem Trainer", berichtete Meier nach Spielende. Trainiert wurden "Team Zopf" und "Team Innenseite", für die Meier je eine Halbzeit spielte, von Friedhelm Funkel und Armin Veh. Das Spiel leitete Ex-Bundesliga Schiedsrichter Manuel Gräfe.

Sechs Treffer landet der "Fußballgott" persönlich

Das erste Tor der Partie erzielte dann auch der "Fußballgott" selbst. Alex Meier traf in der vierten Minute vom 16er aus per Schuss – natürlich mit der Innenseite – ins linke untere Eck. Der von einer Krebserkrankung genesene Benjamin Köhler traf per Kopf nach Flanke von Okocha nur wenige Minuten später zum 1:1 Ausgleich.

Es war der Auftakt zu einem Torreigen. Zur Halbzeit stand es 6:4, am Ende dann 8:8. Sechs Treffer steuerte Meier selbst bei, drei für jedes Team. Auch das wohl schönste Tor des Abends ging auf das Konto Meiers. Nach toller Vorarbeit von Okocha ließ der "Fußballgott" Innenverteidiger Alexander Madlung ins Leere grätschen und hob den Ball über Keeper Jan Zimmermann ins Netz.

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Alexander Meier (rechts) kämpft bei seinem Abschiedsspiel im Stadion gegen Aleksandar Vasoski um den Ball. (Quelle: Arne Dedert/dpa)

Ausgebildet beim Hamburger SV und dem FC St. Pauli, wechselte Meier 2004 an den Main. Und eroberte in den folgenden 14 Jahren, in denen er 379 Pflichtspiele für die Eintracht absolvierte und dabei 137 Tore erzielte, die Herzen der Fans. Zum Karriereausklang wechselte er noch mal für je ein halbes Jahr zum FC St. Pauli und den Sydney Wanderers, bevor er seine Karriere im Januar 2020 beendete. Sein Abschiedsspiel folgt nun – coronabedingt – zweieinhalb Jahre später. Dabei ist er erst der dritte Frankfurter, dem diese Ehre zuteilwird. Zuvor wurden nur Rekordspieler Charly Körbel und Jürgen Grabwoski so verabschiedet.

Ex-Eintrachtspieler schwelgen in Erinnerungen

Bereits drei Stunden vor dem eigentlichen Abschiedsspiel öffnete das Stadiongelände in Frankfurt: Unterhaltung für die vielen Kinder, die an diesem Nachmittag nach Frankfurt kamen. Auf dem Kunstrasenplatz neben dem Stadion waren eine Hüpfburg, Fußball-Darts und Torwandschießen aufgebaut, es gab lange Schlangen vor den Attraktionen.

Vor einer kleinen Bühne tummelten sich auch immer wieder Hunderte von Fans. Ehemalige Eintracht-Spieler wie David Abraham, Pirmin Schwegler und Mike Franz schwelgten in Erinnerungen und erzählten die ein oder andere Geschichte, die sie mit Alex Meier in gemeinsamen Tagen erlebten.

"Wir waren bei Freunden, Alex war mit dem Motorrad da und ich mit dem Auto. Und er hatte Probleme mit dem Licht, es war dunkel und hat geregnet und Alex meinte dann zu mir: Maik, fahr mit dem Auto hinter mir her, dass du mir noch Licht gibst, dass ich auch sicher nach Hause komme", erzählte Maik Franz lachend von einem gemeinsamen Abend mit Meier.

Fans teilen Anekdoten

Im Mittelpunkt des Abends stand natürlich Meier, der schon vor dem Spiel mit warmen Worten vom Vorstand verabschiedet wurde. Unter anderem bekam er eine Miniatur-Torwand geschenkt. Die große Torwand wird vor dem Stadion stehen und der 39-Jährige somit dort verewigt. "Damit alle, die dort vorbeikommen, ihre Innenseite trainieren können", so Eintracht-Vorstand Axel Hellmann.

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Werner Sackreuther hat viele emotionale Erinnerungen an Alex Meier.
Werner Sackreuther hat viele emotionale Erinnerungen an Alex Meier. (Quelle: Fabian Jutzi/t-online)

32.000 Zuschauer ließen sich das Spiel im Deutsche-Bank-Park in Frankfurt nicht entgehen. Viele Fans haben ihre ganz eigene Erinnerung an Alex Meier oder an ein bestimmtes Spiel mit ihm.

So auch Eintracht-Fan Werner Sackenreuther. Der erlebte das Spiel zwischen Frankfurt und Hertha BSC Berlin in der Saison 2016/17 im Fanblock der Eintracht mit. Beim 3:3 in der Nachspielzeit für die Frankfurter ging im Freudentaumel die Brille zu Boden, samt ausgeschlagenem Glas. Daran war auch damals Meier zumindest indirekt beteiligt, er erzielte die zwischenzeitliche 2:1 Führung für die Frankfurter. Was Meier besonders macht? "Er ist ein einfacher und liebenswerter Typ", meint Sackenreuther.

Schon Fan, seit er fünf Jahre alt ist: Patrick Süß mit Sohn Moritz.
Schon Fan, seit er fünf Jahre alt ist: Patrick Süß mit Sohn Moritz. (Quelle: Fabian Jutzi)

Die Highlight-Geschichte für viele Eintracht-Fans ist jedoch das letzte Heimspiel von Alex Meier. Ausgerechnet gegen seinen alten Heimatklub, den HSV, spielten die Frankfurter am vorletzten Spieltag der Saison 2017/18. "Schon vor der Einwechslung war Gänsehautstimmung, alle sind aufgestanden", erzählt Patrick Süß, der mit fünf Jahren das erste Mal im Stadion war. In der 87. Minute wird Meier eingewechselt, in der Nachspielzeit köpft er den 3:0 Endstand. Fast schon kitschig, diese Story, die jedoch vielen Eintracht-Fans als Erstes einfällt, wenn sie den Namen Alex Meier hören.

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Zurück zum Abschiedsspiel: Hier gibt es kein Tor mehr in der Nachspielzeit, denn in der 84. Minute macht sich Alex Meier auf die Ehrenrunde. Mehrere Minuten gab es Standing Ovations von den Rängen. Der Fußballgott ist im siebten Fußballhimmel.

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Von Stefan Simon
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