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Punks auf Sylt: 190 Euro im Schlaf verdient


190 Euro im Schlaf verdienen
So geht es den Punks auf Sylt

Von t-online
29.07.2022Lesedauer: 2 Min.
Punks auf Sylt: Das Protestcamp in Westerland hat hohe Kosten für die Gemeinde verursacht.Vergrößern des BildesPunks auf Sylt: Die Gruppe ist teilweise in ein Zeltlager umgezogen. (Quelle: Eibner-Pressefoto)
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Seit Wochen sorgen die Punks auf Sylt für Schlagzeilen und Unmut auf der Insel. Doch es gibt nicht immer nur Streit mit den Campern.

190 Euro fürs Nichtstun: Für den einen scheint das unglaublich, einem Punk auf der Nordseeinsel Sylt soll das nach einem Bericht des "Hamburger Abendblattes" passiert sein. Seit mehreren Wochen kampiert die Gruppe rund um den Wilhelminenbrunnen in der Fußgängerzone von Westerland. Versuche, sie wieder loszuwerden, indem der Brunnen abgestellt oder sogar eingezäunt wurde, schlugen fehl. Der Brunnen bleibt weiterhin der Platz der Urlauber.

"Kleingeld für die Freilassung der Wilhelmine. Sie ist unschuldig", heißt es auf einem Schild der Punks. Die Idee für das Schild habe eine 51-Jährige aus Kassel gehabt. Sie sei laut Abendblatt schon seit drei Wochen auf Sylt.

Und Geld für die Freilassung der Wilhelmine gab es dann auch. Und zwar nicht zu knapp. Florian aus Berlin sei im Sitzen vor einem Kassenhäuschen eingeschlafen, beim Aufwachen fand er 190 Euro. "Die Leute sind hier in Westerland viel spendabler als auf dem Festland", erklärt seine Kumpanin. Das Schnorren lohnt sich: "Vielleicht weil sie Urlaub haben, weil sie glücklich sind."

Camp vor dem Rathaus ist rechtmäßig

Der Brunnen in der Fußgängerzone ist längst nicht der einzige Ort, an dem es sich die Punks gemütlich gemacht haben. Auch ein Camp haben sie vor dem Rathaus aufgebaut. Ein Protestcamp. Das habe auch die Versammlungsbehörde des Kreises am 28. Juli entschieden.

"Der Veranstalter konnte der Versammlungsbehörde glaubhaft darlegen, dass es eine funktionale/symbolische Bedeutung für das Versammlungsthema gibt. Das Thema der Kundgebung soll 'Gentrifizierung von Städten und nationalen Urlaubszielen wie Sylt' lauten. Sie soll zudem auf die vergangene Punkkultur auf Sylt aufmerksam machen", wird Kreissprecherin Laura Berndt vom "Abendblatt" zitiert.

Auch der Sylter Bürgermeister bestätigte das auf Nachfrage von t-online. "Flippy", der Anmelder des Lagers, gab an, der Protest richte sich gegen die Kurtaxe, die auf der Insel erhoben wird – und eigentlich auch die Punks betrifft.

Polizei und Gemeinde Sylt müssten nun noch die Bedingungen für die Durchführung und den Ablauf einer ordnungsgemäßen Versammlung festlegen. "Sobald der Versammlungsbehörde hierzu eine Rückmeldung vorliegt, kann ein Genehmigungsbescheid für das Protestcamp ausgestellt werden", heißt es beim "Abendblatt" weiter. Bis zum 31. August wollen die Punks dann vor dem Rathaus bleiben.

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