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Großbrand in Hamburg-Rothenburgsort: Asbest an Brandstelle festgestellt


Giftstoffe
Großbrand in Hamburg: Asbest an Brandstelle festgestellt

Von dpa, aby

Aktualisiert am 20.04.2023Lesedauer: 2 Min.
Flammen steigen bei dem Großbrand in Hamburg-Rothenburgsort auf: Die Aschewolke zog über die Hamburger Innenstadt.Vergrößern des BildesFlammen steigen bei dem Großbrand in Hamburg-Rothenburgsort auf (Archivbild): An der Brandstelle wurde Asbest nachgewiesen. (Quelle: Jonas Walzberg/dpa)
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Mehr als eine Woche lang hielt ein Großbrand in Hamburg-Rothenburgsort die Feuerwehr in Atem. Nun gibt es erste Ergebnisse von Giftstoffanalysen am Brandort.

Nach dem Großbrand in Hamburg-Rothenburgsort ist an der Brandstelle Asbest festgestellt worden. In zwei von drei an der Brandstelle genommenen Proben sei Crysotil-Asbest in einem Massenanteil von 5 bis 20 Prozent nachgewiesen worden, sagte eine Sprecherin des Bezirksamts Hamburg-Mitte t-online. "Außerhalb der Brandstelle konnte in keiner Probe Asbest nachgewiesen werden", hieß es vom Bezirksamt weiter.

Asbestfasern können in die Alveolen der Lunge gelangen und schon bei geringer Belastung eine Asbestose, eine Staublungenkrankheit, auslösen. Zudem ist das Lungenkrebsrisiko erhöht. Auch andere Krebsarten wie Kehlkopfkrebs und Eierstockkrebs können von Asbest verursacht werden.

Bei dem Brand hatte sich eine riesige Rauchwolke über der Innenstadt ausgebreitet. In Teilen des Stadtgebiets seien auch "bis zu tellergroße Brandrückstände" verweht worden, teilte das Bezirksamt t-online weiter mit. Diese seien aber nicht asbesthaltig gewesen. Sie könnten "vorsichtig unter Benutzung von Einmalhandschuhen" beseitigt werden. "Weitere Ergebnisse der Beprobung auf Schadstoffe stehen noch aus."

Nach Großbrand: Gewässer-Proben stehen noch aus

Auch die Ergebnisse der Wasserproben aus dem Billekanal liegen noch nicht vor. Sie werden Anfang kommender Woche erwartet. Bei dem Brand war Löschwasser in den Billekanal gelangt und damit "brandtypische und ölhaltige Substanzen", wie es vom Bezirksamt weiter hieß. Auch die Beseitigung dieser Substanzen werde noch einige Tage in Anspruch nehmen.

Bereits während des Brandes habe die Feuerwehr Luftmessungen vorgenommen. Dabei seien keine gesundheitsschädlichen Konzentrationen von Brandgasen in der Atemluft festgestellt worden. Der Grenzwert für Feinstaub, der bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter liegt, seien im Tagesmittelwert trotz diverser Osterfeuer und Großbrand an der Billstraße nicht überschritten worden.

Hohe Feinstaubbelastung durch Osterfeuer

"Der Tagesmittelwert am Samstag lag bei 36 µg/m3, am Ostersonntag bei 43 µg/m3. Dabei kann jedoch nicht zwischen dem Einfluss der Osterfeuer und dem Großbrand differenziert werden, da sich die Feinstaubbelastung durch die Osterfeuer noch hielt, als der Großbrand ausbrach", so das Bezirksamt.

Am Ostersonntag waren in der Billstraße auf etwa 17.000 Quadratmetern Hallen und Lagergut niedergebrannt. Erst am Sonntag, eine Woche nach dem Brand, konnten die letzten Glutnester auf dem Areal gelöscht werden.

Verwendete Quellen
  • Schriftliche Anfrage an das Bezirksamt Hamburg-Mitte
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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