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Hamburger Hafen: Wann verstreicht die Frist für die Oligarchen-Jachten?


Das große Schweigen im Hamburger Hafen

Von Eva Puschmann, Fabian Schmidt

Aktualisiert am 04.03.2022Lesedauer: 2 Min.
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Die Jacht Dilbar des russischen Milliardärs Alischer Usmanow (Archivbild): Bisher ist nicht klar, ob das Schiff in Hamburg festgesetzt wird.
Die Jacht Dilbar des russischen Milliardärs Alischer Usmanow (Archivbild): Bisher ist nicht klar, ob das Schiff in Hamburg festgesetzt wird. (Quelle: Hanno Bode/imago-images-bilder)
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Im Hamburger Hafen sollen sich mehrere Jachten von russischen Oligarchen befinden. Berichte einer Beschlagnahmung dementierten die

Drei Schiffe im Hamburger Hafen sorgen derzeit für reichlich Spekulationen. Das eine von ihnen ist die Jacht "Dilbar". Sie ist und 800 Millionen Dollar (etwa 721 Millionen Euro) wert. Ihr Besitzer: Alischer Usmanow, laut "Focus" einer der reichsten Männer Russlands.

Nachdem weltweit aufgrund von Wladimir Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine Vermögen von russischen Oligarchen eingefroren worden ist, soll auch die "Dilbar" von deutschen Behörden beschlagnahmt worden sein, wie das Magazin "Forbes" am Mittwoch berichtete. Auch t-online hatte den Bericht zunächst zitiert.

Alisher Usmanov schüttelt Wladimir Putin die Hand (Archivbild): Der Geschäftsmann ist einer der reichsten Männer Russlands.
Alisher Usmanov schüttelt Wladimir Putin die Hand (Archivbild): Der Geschäftsmann ist einer der reichsten Männer Russlands. (Quelle: ITAR-TASS/imago-images-bilder)

Am Donnerstag stellte sich jedoch heraus: Eine Beschlagnahmung des Schiffes hat es offenbar bislang nicht gegeben. Das bestätigte der Hamburger Zoll t-online. Auch die Wirtschaftsbehörde dementierte die Darstellung des US-Magazins, das sich auf drei nicht genannte Insider berief.

Bundesministerium kündigt Umsetzung von Sanktionen an

Nur Stunden später berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf vertraute Kreise, dass die Schiffe nun wirklich konfisziert werden sollen. Die Jacht "Luna" sei demnach bereits beschlagnahmt worden.

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Die Jacht "Luna" liegt in Dock 11 der Schiffswerft Blohm+Voss im Hamburger Hafen (Archivbild).
Die Jacht "Luna" liegt in Dock 11 der Schiffswerft Blohm+Voss im Hamburger Hafen (Archivbild). (Quelle: Hanno Bode/imago-images-bilder)

Das 115 Meter lange Schiff soll bis vor wenigen Jahren noch dem russischen Milliardär Farkhad Akhmedov gehört haben. Auch er soll zu den Oligarchen mit Nähe zum russischen Präsidenten Putin gehören. Wie mehrere Medien aber bereits im Jahr 2018 meldeten, habe der Russe das Schiff bei seiner Scheidung an seine Ex-Frau verloren.

Und auch für die "Solandge" könnten Sanktionen greifen. Laut "Abendblatt" liegt auch sie derzeit im Hamburger Hafen und ist von Planen verhangen. Der angebliche Eigentümer und Aktienjongleur Suleiman Kerimow gehört ebenfalls zum Kreis der reichsten Russen.

Suleiman Kerimov (Archivbild): Dem russischen Aktienjongleur soll die Jacht Solandge gehören.
Suleiman Kerimov (Archivbild): Dem russischen Aktienjongleur soll die Jacht Solandge gehören. (Quelle: ITAR-TASS/imago-images-bilder)

Auswirkungen der Sanktionen auf Jachten in Hamburg noch unklar

Der Zoll äußerte sich gegenüber t-online nicht zu den möglichen Maßnahmen. Details zu operativen Maßnahmen könnten derzeit nicht gemacht werden. Ein Sprecher erklärte lediglich, dass die zuständigen Bundesressorts in enger Absprache stünden und verwies weiterhin auf das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

Auch dieses hat auf Anfrage die Festsetzung weder bestätigt, noch dementiert. Die Behörde gab jedoch bekannt, mit einer Umsetzung der EU-Sanktionen beschäftigt zu sein. Etablierte Prozesse und Strukturen würden aktuell darauf ausgerichtet.

"Über Details der Umsetzung stimmen sich die Beteiligten gegenwärtig ab, insbesondere darüber, ob und in welcher Weise Vermögenswerte gelisteter Personen von den Sanktionsvorschriften betroffen sind", heißt es in der Pressemitteilung.

Die zuständigen Bundesressorts und deren nachgeordnete Behörden stünden dazu in enger Absprache mit den zuständigen Stellen der Länder, um konsequent gegen Sanktionsverstöße vorgehen.

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Verwendete Quellen
  • Telefonat mit dem Zoll Hamburg
  • Telefonat mit einer Sprecherin der Behörde für Wirtschaft und Innovation in Hamburg
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  • Gregory Dauber
Von Gregory Dauber
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