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Celle: Unbekannte zerstechen 300 Reifen bei Pfadfinderlager


Pfadfinderlager: Unbekannte zerstechen über 300 Autoreifen

  • Patrick Schiller ist t-online Regio Redakteur in Hannover.
Von Patrick Schiller

04.08.2022Lesedauer: 2 Min.
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Auf einem Pfadfinderlager haben Unbekannte über 300 Autoreifen zerstochen.
Pfadfinderin Franziska Weiß ist entsetzt: In ihrem Sommerlager haben Unbekannte Hunderte von Autoreifen zerstochen. (Quelle: privat)
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Unbekannte schleichen sich nachts auf den Parkplatz eines Pfadfinderlagers und zerstechen Hunderte Autoreifen. Doch die Hilfsbereitschaft ist riesengroß.

1200 Pfadfinder sind derzeit im Sommerlager auf einer Wiese bei Bennebostel in der Nähe von Celle: Zelten, Natur und Umgebung bei Wanderungen erkunden und in Gemeinschaft Lieder am Lagerfeuer singen. Am Mittwoch erlebten die jungen Menschen jedoch eine böse Überraschung: Laut Polizei zerstachen Unbekannte etwa 300 Autoreifen an 92 Fahrzeugen auf einem umzäunten Parkplatz, den die Pfadfinder extra angemietet hatten.

Auf dem Behelfsparkplatz, der hinter einer Sportanlage für das zehntägige Bundeslager des Christlichen Pfadfinderbundes (CPD) eingerichtet ist, war an diesem Mittwochmorgen das Entsetzen groß. t-online sprach mit Pfadfinderin Samira Dressler, die selbst von der Zerstörungswut betroffen ist: "Wir haben das Bundeslager drei Jahre lang geplant – und jetzt so was. Das macht wütend!", sagt die 26-Jährige.

Auch Fahrzeuge, die für den Transport von Materialien und Lebensmitteln zum Lager vorgesehen sind, wurden beschädigt.
Auch Fahrzeuge, die für den Transport von Materialien und Lebensmitteln zum Lager vorgesehen sind, wurden beschädigt. (Quelle: privat)

Für die Studentin stellt die Beschädigung ihres VW-T5-Busses eine enorme finanzielle Belastung dar. Aber nicht nur das: "Eigentlich wollte ich am Dienstag mit Freunden auf ein Festival. Jetzt das." Besonderes Pech für Dressler: Als Teil des Organisationsteams hat sie ihr Fahrzeug nur für die Nacht zum Mittwoch auf dem Platz abgestellt – sonst stehe ihr Bus an anderer Stelle. Doch genau in dieser Nacht schlugen die Täter zu.

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"Es ist der Wahnsinn, was hier an Hilfe eingeht"

Neben der Feuerwehr unterstützt auch der örtliche Fußballverein bei der Reparatur der Schäden und der Reifenwechsel, wie CPD-Sprecherin Franziska Weiß erklärt. Besonders der Einsatz von Ortsbrandmeister Stefan Schmidt helfe: Er führt hauptberuflich ein Autohaus und unterstützt mit seinem Team beim Reifenwechsel – kostenlos. Bestellungen für die lange Liste hat er bereits aufgegeben. Lediglich die Materialkosten müssen gedeckt werden. Der Gesamtschaden wird auf etwa 50.000 Euro geschätzt. "Es ist der Wahnsinn, was hier an Hilfe eingeht", sagt auch Lager-Sprecherin Franziska Weiß zu t-online.

Am Sonntag endet das Bundeslager. Die vom Vandalismus Betroffenen hoffen, dass ihre Fahrzeuge bis dahin mit Ersatzreifen versorgt und repariert werden können. Viele Teilnehmer kommen aus Süddeutschland, sind berufstätig. Zudem belastet auch Corona die Organisatoren: Manche Führungskräfte mussten das Lager wegen positiver Testergebnisse bereits verlassen. Doch trotz der Aufregung um die Autoreifen-Schlitzer lassen sich die in Sachen Improvisation erfahrenen Pfadfinder nicht die Stimmung verderben. Für die Kinder laufe das Tagesprogramm ganz nach Plan weiter, so Dressler.

Pfadfinder bitten um weitere Hilfen

Die Pfadfinder hatten den Stellplatz von einem Reitverein angemietet. Er befindet sich etwa fünfzehn Gehminuten vom eigentlichen Lager entfernt. Die Täter müssen sich demnach nachts auf den Platz geschlichen haben, um im Schutz der Dunkelheit die vielen Reifen aufzuschlitzen.

"Falls jemand Hinweise zur Tat geben kann, möge die Person sich an die Polizei wenden", sagt Sprecher Dirk Heitmann von der Polizeiinspektion Celle. Die Polizei Celle nimmt unter der Telefonnummer (0 51 41) 27 71 04 Hinweise von Zeugen entgegen. Bei Fragen und Hilfsangeboten können sich Freiwillige per Mail bei reifen@cpd-bula.de melden.

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Verwendete Quellen
  • Pressemitteilung der Polizeiinspektion Celle vom 3. August 2022
  • Gespräch mit Samira Dressler und Franziska Weiß
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