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Weihnachtsmarkt: Gema-Gebühren explodieren – Verzicht auf Weihnachtslieder


"O du fröhliche" statt "Last Christmas"
Gebühren für Musik explodieren: Weihnachtsmärkte reagieren drastisch

Von t-online, mgr

Aktualisiert am 26.10.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 96018904Vergrößern des BildesEin Blick auf den Weihnachtsmarkt Hannover, als an den Ständen noch eine große Auswahl an Weihnachtsliedern gespielt werden durfte (Archivbild): (Quelle: Tobias Wölki/imago-images-bilder)
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In einigen Städten haben sich die GEMA-Gebühren für Weihnachtsmärkte verzwanzigfacht. Als Reaktion darauf verzichten die ersten Weihnachtsmärkte auf Weihnachtslieder.

Für Live- und Hintergrundmusik auf Weihnachtsmärkten müssen Städte in diesem Jahr deutlich höhere Gebühren an die GEMA zahlen. Wie Hannover auf eine Anfrage des NDRs mitteilte, verzeichnet die Stadtverwaltung eine Kostensteigerung fast um das Fünffache – von 9.500 Euro auf 45.000 Euro. Während Oldenburg eine Verzwanzigfachung und Braunschweig eine Verfünfzehnfachung der Kosten befürchte.

Für die Berechnung der GEMA-Gebühr wurde bisher die Auftritts- und Publikumsfläche des Weihnachtsmarktes zugrunde gelegt. Nun berechnet sich Gebühr nach der Gesamtfläche des Marktes: "Vom ersten bis zum letzten Stand", informiert die GEMA auf ihrer Webseite.

"Alle Jahre wieder" statt "Last Christmas"

Angesichts der gestiegenen Gebühren für Live- und Hintergrundmusik auf Weihnachtsmärkten haben einige Veranstalter in den Städten Braunschweig, Hannover und Oldenburg entschieden, in diesem Jahr auf moderne Weihnachtslieder zu verzichten, berichtet das Portal "nord24". Stattdessen würden sie auf GEMA-freie Musik setzen, wie beispielsweise "Alle Jahre wieder" oder "O du fröhliche".

Der Grund dafür ist, dass die Urheberinnen und Urheber dieser Musikstücke bereits seit mindestens 70 Jahren verstorben sind. Nach deutschem Urheberrecht erlischt der Schutz für ein Werk 70 Jahre nach dem Tod der Urheberin oder des Urhebers, wodurch das Werk gemeinfrei wird und ohne Gebühren genutzt werden kann, wenn es im Original gespielt wird.

Gegenüber dem NDR verteidigte die GEMA die Entscheidung und berief sich auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs, das die neue Berechnungsgrundlage für alle Weihnachtsmärkte festlegt. Der entsprechende Tarif sei bereits vor fünf Jahren mit dem Deutschen Städtetag vereinbart worden, jedoch aufgrund der Corona-Pandemie erst jetzt umfassend umgesetzt worden.

Zudem seien die von den Städten gemeldeten Flächen inzwischen mit modernen Hilfsmitteln neu vermessen worden. "Wir haben dabei deutliche Diskrepanzen festgestellt", sagte eine Sprecherin der GEMA. Aus diesen Gründen sei es in Einzelfällen zu höheren Gebühren gekommen. "Eine Preissteigerung als solche gibt es also nicht."

Verwendete Quellen
  • ndr.de: Hohe GEMA-Gebühren: Weihnachtsmärkte bald ohne Musik?
  • nord24.de: In welchen Städten stille Weihnachtsmärkte drohen
  • gema.de: Musik auf Weihnachtsmärkten und Weihnachtsfeiern
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