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Niedersachsen: Diese Auswirkungen hat der Klimawandel – neuer Bericht zeigt es


Neuer Bericht erschienen
So hat sich das Klima in Niedersachsen bereits verändert

Von t-online, cch

04.12.2023Lesedauer: 3 Min.
Baumsterben im Nationalpark Harz: Die Klimakatastrophe wird hier sichtbar.Vergrößern des BildesBaumsterben im Nationalpark Harz: Die Klimakatastrophe wird hier sichtbar. (Quelle: Martin Wagner/imago images)
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Die Veränderungen im Klima schreiten immer weiter voran. Welche Auswirkungen der Klimawandel auf Niedersachsen bereits hat, zeigt eine Untersuchung.

Mehr Hitzetage, weniger Niederschlag: Das Klima in Niedersachsen hat sich verändert. Der erste Klimafolgenbericht, den das Niedersächsische Umweltministerium nun veröffentlichte, belegt dies. "Die Klimakrise ist angekommen in Niedersachsen", sagt Umwelt- und Klimaschutzminister Christian Meyer.

"Wir brauchen jetzt regional differenzierte Anpassungsstrategien an den schnellen Temperaturanstieg und dessen Folgen", fordert er laut Mitteilung. So solle die Resilienz der Ökosysteme gestärkt und die Bewohner Niedersachsens vor Belastungen und Schäden bewahrt werden.

So hoch ist der Temperaturanstieg in Niedersachsen

Der Bericht führt vor Augen, dass die Erwärmung in Niedersachsen stärker angestiegen ist als im globalen Mittel (plus 1,2 Grad): Im Zeitraum von 1881 bis 2021 ist die Lufttemperatur in dem Bundesland im linearen Trend um 1,7 Grad wärmer geworden. "Das bedeutet, dass Sommer- und Hitzetage zunehmen, während Frost- und Eistage abnehmen, was zu weniger Schnee im Winter führt", erklärt das Umweltministerium. Dies könne unter anderem Folgen für den Wintertourismus im Harz haben.

Lag die Anzahl der Sommertage 1961 bis 1990 durchschnittlich bei 22 Tagen, waren es im Zeitraum 1991 bis 2020 33 Tage. So zeigen es Daten des DWD Climate Data Center. Die meisten Hitzetage gab es demnach 2018. In dem Jahr wurde an 19 Tagen eine Temperatur von 30 Grad oder mehr gemessen.

Klimawandel: Das war das bislang wärmste Jahr

Bisher war das Jahr 2020 mit einer Jahresmitteltemperatur von 10,9 Grad Celsius das Wärmste in Niedersachsen. Die vergangene Dekade (2011 bis 2020) war die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen 1881. "Diese Häufung von Rekordjahren seit Mitte der 1980er-Jahre ist nur durch die menschengemachte Klimaveränderung erklärbar", heißt es in dem Bericht.

Das sind laut DWD Climate Data Center die zehn Jahre mit der höchsten Jahresmitteltemperatur (1881 bis 2021) in Niedersachsen:

  • 2020: 10,9 Grad
  • 2014: 10,8 Grad
  • 2018: 10,7 Grad
  • 2019: 10,7 Grad
  • 2007: 10,4 Grad
  • 2000: 10,3 Grad
  • 1999: 10,2 Grad
  • 1990: 10,1 Grad
  • 2006: 10,1 Grad
  • 2015: 10,1 Grad

Auch in Sachen Niederschlag zeigt sich ein bedenkliches Bild: Die vergangenen zehn Jahre sind laut Umweltministerium insgesamt "viel zu niederschlagsarm" gewesen. Das hat zur Folge, dass es weniger neues Grundwasser gibt, die Wasserstände in Flüssen geringer sind und der Wassergehalt im Boden abnimmt – besonders im Osten und Süden Niedersachsens. Das wiederum kann Probleme für die öffentliche Trinkwasserversorgung, aber auch für die Land- und Forstwirtschaft mit sich bringen.

"Der Klimawandel sorgt dafür, dass die im Vergleich trockeneren Regionen Niedersachsens noch trockener werden und mehr Regionen von zunehmender Trockenheit betroffen sind", heißt es in der Untersuchung.

Gleichzeitig kann es in den Küstenregionen zu höheren Sturmfluten kommen, da der Meeresspiegel bereits steigt. Möglicherweise nehme dadurch auch die Salzbelastung im Grundwasser zu.

Apfelblüte ist heutzutage viel früher

Und auch in der Pflanzen- und Tierwelt zeigen sich Veränderungen. So hat sich etwa der Beginn der Apfelblüte verschoben, wie der Bericht zeigt. Im Zeitraum 1961 bis 1990 setzte die Apfelblüte in Niedersachsen im Durchschnitt am 10. Mai ein. Der mittlere Eintritt der Apfelblüte im Zeitraum 1981 bis 2010 hat sich im Vergleich dazu um acht Tage verfrüht (2. Mai). Bis zum Jahr 2020 um weitere sechs Tage auf den 26. April.

Der Bericht wertet die Auswirkungen der Klimakrise in den fünf verschiedenen Klimaregionen Niedersachsens anhand von 30 Indikatoren aus. Niedersächsische Behörden aus dem Klima-, Boden-, Wasser-, Forst- und Gesundheitsbereich haben dafür die Daten gesammelt und analysiert.

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