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Deutscher in Holland von Betrügern zu Tode geschleift

Von t-online, mtt

Aktualisiert am 04.07.2022Lesedauer: 2 Min.
Der Tatort in Kerkrade: Zunächst nahm die Polizei einen Unfall an, jetzt geht sie von einem aus dem Ruder gelaufenen Betrug aus.
Der Tatort in Kerkrade: Zunächst nahm die Polizei einen Unfall an, jetzt geht sie von einem aus dem Ruder gelaufenen Betrug aus. (Quelle: Jungmann/ANC-NEWS)
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Direkt an der Grenze zu Deutschland ist ein Mann aus dem Raum Köln zu Tode gekommen. Die niederländische Polizei ist überzeugt: Die Täter waren Betrüger – und es gibt noch mehr Opfer der Bande.

In der niederländischen Provinz Süd-Limburg ist ein Mann aus Zülpich bei Köln gewaltsam ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilt, wurde er zu Tode geschleift. Vermutlich habe er zwei Betrüger aufhalten wollen und sei dabei unter ihr Auto geraten.

Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag vor einer Woche in Kerkrade: Aktuellen Ermittlungen zufolge hatte der Deutsche am dortigen Fußballstadion einen Termin für ein offenbar illegales Geschäft vereinbart.

Polizei: Es war ein Schwarzgeldtausch abgesprochen

Demnach wollte der 33-Jährige ein Haus verkaufen. Er hatte es im Internet angeboten, daraufhin meldeten sich deutschsprachige Personen, die vorgaben, von einer luxemburgischen Investmentgesellschaft zu sein. Bei mehreren Terminen in den Niederlanden sei der Verkauf des Hauses besprochen worden, teilten die Beamten mit. Dabei sei auch über den Tausch von Schwarzgeld gesprochen worden.

Die Betrüger hätten einen großen Geldbetrag gegen kleinere Scheine eintauschen wollen. Das Opfer habe deshalb am 23. Juni am Stadion in Kerkrade eine größere Summe in bar bei sich gehabt.

Täter brausten davon, Opfer starb noch vor Ort

"In dem Moment, in dem das Opfer das Geld überreichte, fuhren die beiden Verdächtigen mit ihrem Auto los", heißt es in der Mitteilung der niederländischen Polizei. "Das Opfer wollte dies wohl verhindern."

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Dabei sei der Mann vom Auto erfasst und mitgeschleift worden. Der 33-Jährige sei noch vor Ort seinen schweren Verletzungen erlegen. Die Täter flüchteten unterdessen mit dem Geld in ihrem Wagen.

Betrüger operieren seit Monaten – und sprechen gut Deutsch

Die Ermittlungen dauern an. Die Fahnder gehen aktuell davon aus, dass eine Bande hinter dem Betrug steckt – und dass ihre erprobte Masche in diesem Fall wohl aus dem Ruder lief.

In den vergangenen Monaten hätten sich in der Provinz Süd-Limburg mehrere Opfer gemeldet, die auf ähnliche Weise betrogen und ausgeraubt worden seien, hieß es. Die Betrüger würden sich stets als luxemburgische Investoren ausgeben und Interesse an Immobilien oder anderen teuren Dingen zeigen, die online angeboten werden.

"Diese Leute sprechen oft gut Deutsch", warnte die Polizei. "Sie wollen dann teilweise bar oder in Gold bezahlen oder einen Teil der Summe tauschen."

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