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Köln: Wohnung von Familie mit fünf Kindern zwangsgeräumt – Mutter klagt


Kritik an Stadt Köln
Wohnung von Familie mit fünf Kindern zwangsgeräumt

Von t-online, fe

Aktualisiert am 18.01.2023Lesedauer: 2 Min.
Protest gegen ZwangsräumungVergrößern des Bildes"Stop Zwangsräumung" (Archivbild): Eine Familie aus Köln-Porz musste ihre Wohnung verlassen. (Quelle: dpa)
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Eine Familie aus Köln-Porz wurde am Dienstag zwangsgeräumt. Sie soll nun in einer Unterkunft in Ehrenfeld leben. Dagegen hatte die Mutter geklagt.

Trotz Proteste und eines Eilverfahrens vor dem Kölner Verwaltungsgericht kam am Dienstag die Gerichtsvollzieherin zu Familie Winands. Mutter Jaqueline, Partner Salih und die fünf Kinder sollen die Wohnung verlassen.

Der Vermieter der Wohnung in Gremberghoven hatte einen Räumungsbeschluss bereits 2020 beantragt, nachdem die Familie schon drei Jahre lang "wegen mehrerer bedrohter Mietverhältnisse" von der Fachstelle Wohnen betreut wurde, wie die Stadt Köln erklärt. Der Räumungsbeschluss sollte eigentlich 2022 umgesetzt werden, die Stadt aber konnte Zwangsräumung der Familie bis zum Dienstag hinauszögern.

Neue Wohnung hat 85 Quadratmeter

"Zur Kündigung des Mietverhältnisses trugen nicht bezahlte Mietschulden und auch wiederkehrende Polizeieinsätze bei", benennt die Stadt die Gründe der Räumung. Die Mietschulden und Polizeieinsätze hätten es der Familie und den zuständigen Ämtern auch erschwert, eine neue Wohnung zu finden. Deshalb soll die siebenköpfige Familie nun in einer Ehrenfelder Obdachlosenunterkunft leben. Die neue Wohnung soll mit einer Fläche von 85 Quadratmetern zwar die Kriterien für die Unterbringung "übererfüllen."

Doch ist sie weit von den Kitas und Schulen der Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren entfernt. Deshalb prüfe die Stadt zusätzlich die "Gewährung von Mobilitätshilfen", etwa in Form eines Shuttleservices, der die Kinder zu Kita und Schule bringt.

Mutter klagte vor Verwaltungsgericht

Jaqueline Winands hatte zuvor vor dem Kölner Verwaltungsgericht gegen die Unterbringung in der Unterkunft – einem Hotel, mit dem die Stadt eine Vereinbarung zur Einquartierung von Obdachlosen getroffen hat – geklagt. Und das Verwaltungsgericht sieht das Hotel nicht als "menschenwürdige Unterkunft für eine Mutter mit fünf Kindern", berichtete der WDR.

Das Gericht hat die Stadt dazu verpflichtet, eine geeignete Unterkunft für die Familie zu finden, die Stadt wiederum will die Entscheidung des Gerichtes prüfen. Schließlich, so sagt es Harald Rau, Sozialdezernent der Stadt, setze man sich für "nachdrücklich für gute Bedingungen" ein. "Jeder einzelne Fall von drohender Obdachlosigkeit ist einer zu viel. Insbesondere, wenn Kinder betroffen sind, wie dies aktuell der Fall ist, betrifft und bekümmert mich eine solche Situation sehr.

Verwendete Quellen
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