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"Letzte Generation" – Flughafen Düsseldorf fordert Schadensersatz für Blockade


Druck steigt: Airport bittet "Letzte Generation" zur Kasse

Von dpa, pb, gda

Aktualisiert am 30.07.2023Lesedauer: 2 Min.
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Blockade an Flughäfen Mitte Juli: Der Aktivistin im Video droht eine Schadensersatzklage. (Quelle: t-online)
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Die Blockade an zwei deutschen Flughäfen hatte für großes Aufsehen gesorgt. Ein Airport zieht Konsequenzen – und auch anderswo droht der "Letzten Generation" Ungemach.

Der Düsseldorfer Flughafen will Schadenersatz von Aktivisten der "Letzten Generation". Damit sollen die bei der Blockade vor zwei Wochen entstandenen Schäden von Fluggesellschaften und Passagieren ausgeglichen werden, sagte ein Sprecher zur Nachrichtenagentur dpa.

Vor gut zwei Wochen hatten mehrere Aktivisten den Sicherheitszaun durchschnitten und sich auf dem Rollfeld festgeklebt – die Folgen waren zahlreiche Flugausfälle und -verspätungen, was bei vielen Passagieren für großen Ärger sorgte.

Eine ähnliche Aktion hatte es auch am Hamburger Flughafen gegeben. Der Airport hatte nach der Blockade angekündigt, mögliche Schadenersatzforderungen zu prüfen – noch ist offen, wie der Flughafen entschieden hat. Zu einer Anfrage von t-online hatte sich der Hamburger Flughafen zuletzt nicht geäußert.

Konkrete Höhe der Forderung ist noch offen

Der Düsseldorfer Airport hatte bereits kurz nach der Aktion angekündigt, mögliche Ansprüche auf Schadenersatz zu prüfen. Nun steht fest: Der Flughafen wird nicht nur zivilrechtliche Schadenersatzansprüche verfolgen, sondern hat auch Strafanzeige sowie Strafanträge bei der zuständigen Polizei gestellt. Die Höhe der entstandenen Schäden am Flughafenzaun und die Erlöseinbußen durch die Unterbrechung des Flugbetriebs seien noch nicht im Detail bezifferbar. Experten gehen aber von einer Summe in Millionenhöhe aus.

In Düsseldorf waren nach früheren Angaben insgesamt 48 Flüge annulliert und zwei umgeleitet worden. Bis in den Abend hatte es demnach bei vielen der insgesamt 480 Flüge Verspätungen gegeben, in Einzelfällen bis zu 90 Minuten. Laut Staatsanwaltschaft wird gegen neun Beschuldigte wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs ermittelt. Die Gruppe hatte auch ein Video vom Rollfeld veröffentlicht.

Das Video sehen Sie oben im Artikel oder wenn Sie hier klicken.

Ist die "Letzte Generation" eine kriminelle Vereinigung?

Und auch anderswo steigt der Druck auf die "Letzte Generation": Die Staatsanwaltschaft Neuruppin in Brandenburg will ihre Ermittlungen wegen eines Verdachtes auf Bildung einer kriminellen Vereinigung im Herbst zum Abschluss bringen.

Bislang ist völlig offen, ob es eine Anklage wegen des Vorwurfs geben wird. Mit Durchsuchungen in mehreren Bundesländern waren Polizei und Staatsanwaltschaft im Dezember 2022 gegen elf Aktivisten der "Letzten Generation" vorgegangen.

Die federführende Neuruppiner Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen der Störung öffentlicher Betriebe und prüft auch den Anfangsverdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Es gebe Hinweise, dass die "Letzte Generation" von einer klaren Rollenverteilung und einer kontinuierlichen Struktur geprägt sei, hatte die Staatsanwaltschaft im Dezember mitgeteilt.

Laut den Ermittlern besteht der Verdacht, dass der Zweck der Gruppierung zumindest auch auf die Begehung von Straftaten "hinreichenden Gewichts" ausgerichtet sei. Es geht um Attacken von Klimaaktivisten auf Anlagen der Ölraffinerie PCK in Schwedt im Nordosten Brandenburgs.

Aber auch Ermittlungen wegen Aktionen am Flughafen BER und im Museum Barberini in Potsdam, wo ein wertvolles Gemälde von Claude Monet mit Brei beworfen wurde, übernahm die Staatsanwaltschaft in Neuruppin.

Transparenzhinweis
  • Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Wir freuen uns über Hinweise an t-online@stroeer.de.
Verwendete Quellen
  • Eigene Recherchen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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