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Köln: "Arsch huh" ruft zur Friedenskundgebung auf


"Arsch huh" ruft zur Friedenskundgebung auf

Von t-online, snh

Aktualisiert am 30.11.2023Lesedauer: 2 Min.
Wilfried Schmickler, Mitglied der Künstlerinitiative "Arsch huh" (Archivbild): Am 3. Dezember findet eine Friedenskundgebung der Initiative statt.Vergrößern des BildesWilfried Schmickler, Mitglied der Künstlerinitiative "Arsch huh" (Archivbild): Am 3. Dezember findet eine Friedenskundgebung der Initiative statt. (Quelle: Rainer Keuenhof/imago images)
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Die Kölner Künstlerinitiative "Arsch huh" hat zu einer Friedenskundgebung aufgerufen. Die Veranstaltung steht in der Kritik.

Als Reaktion auf die jüngsten Ereignisse im Nahen Osten plant die Kölner Künstlerinitiative "Arsch huh" eine Friedenskundgebung, um ihre Solidarität mit den Opfern auf beiden Seiten des Konflikts zu bekunden. Die Veranstaltung findet am Sonntag, 3. Dezember, zwischen 15 und 17 Uhr am Aachener Weiher statt.

In einer Mitteilung heißt es, dass sowohl um israelische als auch palästinensische Opfer getrauert würde. Ziel der Kundgebung sei es, ein deutliches Zeichen gegen Krieg und Terror zu setzen.

Die Veranstalter der Kundgebung, zu deren Mitgliedern unter anderem die Bands Brings und Miljö sowie die Kabarettisten Jügen Becker und Wilfried Schmickler gehören, verurteilen demnach antisemitische Parolen, Übergriffe und Gewalt gegenüber Jüdinnen und Juden genauso wie rassistische Parolen gegen Muslime.

"Wir treten ein für eine Waffenruhe im Gazastreifen und die Freilassung aller Geiseln. Die Bundesregierung fordern wir auf, bei allen Konfliktparteien auf die Einhaltung des Völkerrechts zu dringen, deutsche Ableger von Terrororganisationen wie der Hamas zu verfolgen und sich für eine friedliche Zukunft im Nahen Osten einzusetzen", heißt es in der Ankündigung weiter.

Knappstein äußert Kritik

Anfang November hatte Aaron Knappstein, Präsident des jüdischen Karnevalsvereins "Kölsche Kippa Köpp" bereits die mangelnde öffentliche Positionierung gegen Antisemitismus der Kölner Bands und Künstler kritisiert.

Im Gespräch mit t-online erklärte er nun: "Ich bin froh, dass jetzt – nach knapp zwei Monaten – etwas von der Initiative 'Arsch huh' kommt. Wenn ich den Aufruf für das Konzert am Sonntag lese, frage ich mich schon, ob man vielleicht so lange gewartet hat, um eine alleinige Unterstützung Israels zu umgehen." Weiter führt er aus: "Eventuell war es die einzige Möglichkeit, etwas auf die Beine zu stellen. Beantworten kann ich das nicht wirklich, da 'Arsch huh' bis heute keinen Kontakt zu den Kippa Köpp gesucht hat."

Knappstein kritisierte besonders, dass die Initiative Zahlen der Gesundheitsbehörde in Gaza in ihrem Aufruf teilt: "Der durchgehende Versuch, den Terror der Hamas – sogar mit Weitergabe von Zahlen der durch die von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde in Gaza – mit dem Krieg gegen diesen Terror gleichzustellen, schmerzt sehr".

Abraham Lehrer sagt Veranstaltung ab

Doch nicht nur Knappstein äußerte erneut Kritik, auch Abraham Lehrer von der Kölner Synagogengemeinde habe seine Teilnahme bereits abgesagt.

Am 7. Oktober hatten Terroristen aus dem Gazastreifen nahe der Grenze das schlimmste Massaker in der Geschichte Israels begangen. Dabei wurden mehr als 1.200 Menschen getötet. Etwa 240 Geiseln wurden nach Gaza verschleppt, darunter auch mehrere Deutsche.

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