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Karneval in Köln: Keine größeren Einsatzlagen | Newsblog


Bilanz der Polizei: Keine größeren Einsatzlagen

Von t-online, dpa, nfr, fe, lis, snh, yst, mfu, tht

Aktualisiert am 13.02.2024Lesedauer: 17 Min.
Polizisten beim Karneval in Köln: Die Veranstaltungen seien durch die Bluttat von Hanau, bei der mehrere Menschen erschossen wurden, derzeit nicht gefährdet, so die Polizei.Vergrößern des BildesPolizisten beim Karneval in Köln: Der Rosenmontagszug verlief größtenteils friedlich (Quelle: Wedel/Archivbild/imago-images-bilder)
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Der größte Rosenmontagszug in Deutschland zieht heute durch Köln. Alle Infos rund um die fünfte Jahreszeit im Newsblog.

Montag, 12. Februar

Zug offiziell beendet – Lage laut Polizei entspannt

19.50 Uhr: Der Rosenmontagszug ist aus Sicht der Kölner Polizei beendet, alle Wagen haben ohne größere Zwischenfälle den Endpunkt erreicht. Der Tag sei insgesamt "mit den üblichen Begleiterscheinungen", aber ohne größere Einsatzlagen über die Bühne gegangen. Im Bereich der Zülpicher Straße habe man zwischenzeitlich eine Auslastung von knapp 90 Prozent erreicht, momentan seien es nur noch knapp 40 Prozent, mit sinkender Tendenz.

Kuckelkorn mit Rosenmontagszug überaus zufrieden

19.06 Uhr: Der gesamte Zug sei, abgesehen von einigen Verzögerungen durch kleinere Staus, reibungslos verlaufen, wie Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn am Abend erklärte: "Wir haben heute einen wunderbar bunten und fröhlichen Zug gesehen, bei dem die Zuschauer gar nicht merken, wie viel Arbeit und Professionalität dahinter steckt. Mein besonderer Dank gilt Zugleiter Holger Kirsch und dem gesamten Team der Zugleitung für dieses wunderbare Geschenk, das sie allen Jecken gemacht haben".

Stadt zieht erste Bilanz: "Keine besonderen Einsätze"

17.30 Uhr: Gegen frühen Abend hat die Stadt Köln eine erste Bilanz vom Rosenmontagsumzug gezogen. Demnach gab es insgesamt 245 Einsätze von Rettungsdiensten, wobei keine Auffälligkeiten zu verzeichnen waren.

Von den Hilfsorganisationen ASB Köln, Johanniter, DRK-Kreisverband Köln, Malteser und DLRG Ortsgruppe Köln-Dünnwald waren rund 597 Kräfte im Einsatz. Bis zum Nachmittag leisteten sie in 104 Fällen Hilfe, darunter waren drei Jugendliche mit übermäßigem Alkoholkonsum.

Entlang des Rosenmontagzugs mussten außerdem 75 Autos abgeschleppt und 103 Verwarnungen geschrieben werden.

Influencerin Farina Opoku: Zug war "Bucket-List-Moment"

Influencerin Farina Opoku hat knapp zwei Millionen Follower auf Instagram und war in diesem Jahr das erste Mal auf dem Wagen des Zugleiters im Rosenmontagszug dabei. Wieder zu Hause angekommen, sprach sie in einem Instagram-Video von einer "tollen Erfahrung" und einem "Bucket List-Moment". Die "Bucket List" steht im Englischen für eine Liste mit Dingen, die man im Leben unbedingt erleben möchte.

Kwartier Latäng füllt sich

16.22 Uhr: Nachdem es am Vormittag noch recht leer rund um den Zülpicher Platz war, wird es gegen Nachmittag langsam voller. Immer mehr junge Jecken scheinen vom Zugweg ins Studentenviertel zu ziehen, wie ein t-online-Reporter vor Ort berichtet. Von Zusatzbeschränkungen sei allerdings noch lange nicht die Rede

Neues Motto steht fest: "FasteLOVEnd – wenn Dräum widder blöhe"

15.40 Uhr: Der letzte Wagen hat sich auf den Weg durch die Stadt gemacht. Wie in jedem Jahr verkündet er das Motto der neuen Session. Für die nächsten Monate heißt es: "FasteLOVEnd - wenn Dräum widder blöhe"

Zugleiter Holger Kirsch enthüllte das Sessionsmotto 2025 am Ende des heutigen Rosenmontagszuges. Optisch erinnert es stark an die Flower-Power-Zeit der 60er und 70 Jahre, die für "Peace, Love and Happiness" steht.

Wagen mit Prinz Sascha I. auf dem Weg

15.37 Uhr: Als Vorletzter hat sich nun auch Prinz Sascha I. auf den 8,5 Kilometer langen Weg durch die Kölner Innenstadt gemacht. Für ihn ist es der Höhepunkt der Session.

Jungfrau durch Puppe ersetzt

15.31 Uhr: "Not macht erfinderisch", dachte sich wohl das Kölner Dreigestirn, das wegen gesundheitlicher Probleme der Jungfrau kurzerhand zum Zweigestirn wurde. Anstatt mit Friedrich Klupsch, fuhr der Bauer kurzerhand mit einer Puppe als Jungfrau auf dem Wagen im Rosenmontagszug mit.

Überraschungswagen thematisiert Antisemitismus

13.18 Uhr: Einer der diesjährigen Überraschungswagen des Festkomitees Kölner Karneval macht den Antisemitismus in der Gesellschaft zum Thema. Der Wagen mit dem Titel "Der Besuch der alten Dame" zeigt eine alte Frau mit Kufiya, umgangssprachlich auch Palästinensertuch genannt, und einer Schärpe, auf der "Antisemitismus" zu lesen ist. An der Leine hält sie zwei Hunde, die Hass und Gewalt verkörpern und Halsbänder in den Farben der Palästina-Flagge tragen. Ihre Hand wird dabei von einem jüngeren Mann geküsst, der ein Schild mit der Aufschrift "Zurück in der Gesellschaft" hinter dem Rücken hält und ihr den Hof macht.

Der zweite Geheimwagen trägt den Titel "Les Misérables" und zeigt einen aufgespießten Drucker. Der Pfeil, der ihn abschießt, stammt vom Dumont-Verlag. Anfang Oktober 2023 schloss der Verlag seine Druckerei in Köln. Hunderte Mitarbeiter bekamen Hausverbot.

Zuschauer üben Kritik an WDR-Moderatoren

12.50 Uhr: Neben dem "Zweigestirn" gibt es in diesem Jahr eine weitere Neuerung beim Rosenmontagszug. Karnevals-Urgestein Wicky Junggeburth kommentiert seit diesem Jahr nicht mehr den Zoch im WDR-Fernsehen. Stattdessen ist Moderatorin Sabine Heinrich ("Das große Deutschland-Quiz") an die Seite von Guido Cantz nachgerückt – was bei einigen Zuschauern für Empörung sorgt.

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Auf Facebook heißt es unter dem Livestream des WDR unter anderem: "Rosenmontagszug Moderation ist eine Katastrophe. Sabine Heinrich, die totale Fehlbesetzung und auch von Guido Cantz habe ich weitaus mehr erwartet. Kaum Hintergrundwissen, obwohl er es sich, in all den Jahren mit Wicky Junggeburth, hätte aneignen können". Außerdem fehlte einigen Usern die "kölsche Sproch" bei der Moderation.


Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP, Reuters
  • wetter.de
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