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Köln: Wie ein Museum die perfekte Selfie-Kulisse inszeniert

"Bitte lächeln"  

Wie ein Museum die perfekte Selfie-Kulisse inszeniert

31.01.2020, 10:54 Uhr
Köln: Wie ein Museum die perfekte Selfie-Kulisse inszeniert. Kulissen im Selfie-Museum Toppics in Köln: Hier können Besucher das perfekte Instagram-Foto schießen. (Quelle: Wächter)

Kulissen im Selfie-Museum Toppics in Köln: Hier können Besucher das perfekte Instagram-Foto schießen. (Quelle: Wächter)

Im Bällebecken mit gelben Quietscheenten baden gehen, einsam hinter Gittern sitzen oder schnell mal in den privaten Flieger steigen. Das geht in einem Selfie-Museum im Kölner Viertel Rodenkirchen. 

Wer die Welt der Bilder liebt, ist ständig auf der Suche nach ausgefallenen Kulissen für sein ganz persönliches Fotoshooting. Und davon hat das Selfie-Museum Toppics in Köln genug. 20 Stück, um genau zu sein. Genau das richtige für Karo und Sarah. Die beiden jungen Frauen kommen gleich mit mehreren Taschen, gefüllt mit Klamotten zum Wechseln. "Klar, das muss doch sein", sagt Sarah lachend und lässt sich mit ihrer Freundin Karo durch die Kulissen führen. "Die Kirmesbude mit den bunten Stofftieren und Zuckerwatte und Popcornmaschine könnte was sein, oder das Diners", findet Karo und erntet ein zustimmendes Nicken von ihrer Freundin Sarah.

Besucherin Sarah mit Gepäck: Sie hat gleich mehrere Outfits zum Wechseln mitgenommen. (Quelle: Wächter)Besucherin Sarah mit Gepäck: Sie hat gleich mehrere Outfits zum Wechseln mitgenommen. (Quelle: Wächter)

Die beiden sind zwar nach eigenen Angaben nicht die typischen Instagrammer, doch lustige Fotos im waschechten New York Diners zu machen, um später mit wehendem Haar im rosa Cadillac davonzubrausen, das gefällt den beiden.

Familienausflug ins Toppics

"Es sind vor allem junge Frauen, die herkommen", erklärt Torsten Vesper, der das Toppics seit Ende letzten Jahres zusammen mit seinem Geschäftspartner Ralf Pilot an der Weißer Straße 143/145 in Rodenkirchen betreibt. Vesper ist eigentlich Ingenieur, hat aber seit 30 Jahren die Modelagentur Stage 24. Die liegt direkt nebenan.

Mitinhaber Torsten Vesper: Eigentlich ist er Ingenieur. (Quelle: Wächter)Mitinhaber Torsten Vesper: Eigentlich ist er Ingenieur. (Quelle: Wächter)

Da lag es irgendwie nahe, als die zwei Etagen frei wurden, ein Themenstudio dort einzurichten. Darauf können auch Fotografen zurückgreifen. "Hier wird gefilmt, es werden professionelle Fotoshoots durchgeführt und eben die Kulissen von jedem, der daran Spaß hat, besucht", erklärt Vesper. Neulich sei sogar eine Familie mit Kindern und Oma vor Ort gewesen.

Neue Fotos für die Webseite

Viel ist an diesem frühen Nachmittag noch nicht los. Zur Freude von Sarah und Karo, denn sie können sich zwei Stunden lang so richtig austoben. Und auch Miss Cherry Wine, die eigentlich Tina Damm heißt, PR-Beraterin ist und nebenbei als Sängerin in Kneipen, kleinen Theatern oder bei Firmenveranstaltungen ihr Programm präsentiert, genießt es, dass noch nicht so viel los ist. Sie braucht neue Fotos. "Für meine Webseite", sagt sie.

Miss Cherry Wine schießt in einem Auto ein Selfie. (Quelle: Wächter)Miss Cherry Wine schießt in einem Auto ein Selfie. (Quelle: Wächter)

"Heute schaue ich mir das hier nur an, morgen komme ich mit meinem Pianisten und Fotografen noch einmal vorbei." Ihre Handykamera zückt sie mehrmals auf der Suche nach dem perfekten Bild. Ihre Bildergalerie ist gut gefüllt mit Selfies im quietschgrünen Treppenaufgang, im rosa Cadillac oder dem 70er-Jahre-Retro-Waschsalon.

Neue Kulissen für den Sommer geplant

"Wir werden morgen sehr elegante Kleidung tragen. Da wären Fotos im Knast so richtig gut oder im Waschsalon", denkt sie laut nach. Miss Cherry Wine will ein skurriles Fotoshooting. Und das wird sie dort sicherlich bekommen.

Besucherinnen Karo und Sarah: Sie bekommen erklärt, wie die Kulissen zu benutzen sind. (Quelle: Wächter)Besucherinnen Karo und Sarah: Sie bekommen erklärt, wie die Kulissen zu benutzen sind. (Quelle: Wächter)

20 verschiedene Kulissen stehen dafür bereit. Wie in einem Museum sind die einzelnen Sets angeordnet. Deshalb nennt sich das Toppics auch Selfie-Museum. Geöffnet ist es immer dienstags und donnerstags bis sonntags. Für 24 Euro kann man sich zwei Stunden lang mit seiner Handykamera austoben. Schüler und Studenten zahlen 19 Euro. Bei Bedarf gibt es auch Selfiesticks am Empfang. Geöffnet hat das Toppics bis Ende März. "Dann werden wir wieder neue Kulissen bauen", kündigt Vesper an.

Verwendete Quellen:
  • Besuch im Selfie-Museum Toppics
  • Gespräch mit Torsten Vesper und Besuchern 

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