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Erneut große Razzia wegen Kinderpornografie in NRW

Von dpa
Aktualisiert am 03.12.2020Lesedauer: 2 Min.
Ein Schild steht vor dem Sitz der Staatsanwaltschaft in Köln (Archivbild): Die Behörde ist in ganz NRW bei einer Razzia gegen Verdächtige vorgegangen, denen Straftaten im Zusammenhang mit Kinderpornografie vorgeworfen werden.
Ein Schild steht vor dem Sitz der Staatsanwaltschaft in Köln (Archivbild): Die Behörde ist in ganz NRW bei einer Razzia gegen Verdächtige vorgegangen, denen Straftaten im Zusammenhang mit Kinderpornografie vorgeworfen werden. (Quelle: Berg/dpa-bilder)
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Sie schlugen in mindestens 15 St√§dten zu und durchsuchten die Wohnungen von √ľber 50 Beschuldigten: Bei einer Razzia wegen Kinderpornografie in NRW ist umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden.

Ermittler sind in Nordrhein-Westfalen mit einem landesweiten Einsatz gegen 56 Beschuldigte wegen des Verdachts auf Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie vorgegangen. Polizisten durchsuchten 41 Häuser und Wohnungen, wie die Staatsanwaltschaft in Köln am Donnerstag mitteilte. Haftbefehle seien dabei nicht vollstreckt worden, einzelne Beschuldigte hätten sich aber bereits geständig gezeigt. Die Ermittler stellten mehr als 330 Datenträger sicher.

"Die Durchsuchungsma√ünahmen richten sich s√§mtlich gegen Beschuldigte, die sich bzw. anderen vor allem √ľber soziale Netzwerke kinderpornographische Inhalte verschafft haben sollen", erkl√§rte die K√∂lner Staatsanwaltschaft. Bei der Beh√∂rde ist die "Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen" (ZAC NRW) angesiedelt, die die konzertierte Aktion veranlasst hatte. Unter den Beschuldigten seien auch einige wenige Frauen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Ulrich Bremer.

Razzien in mindestens 15 Städten

Die Polizisten schlugen in gro√üen St√§dten und kleinen Orten zu. Unter anderem wurden sie in Dortmund, Duisburg, D√ľsseldorf, Essen, Grevenbroich, G√ľtersloh, Hamm, H√∂velhof, Kerpen, Krefeld, Minden, Oberhausen, Schermbeck, Solingen und Wuppertal vorstellig. Dabei entdeckten sich auch Anhaltspunkte f√ľr weitere Straftaten ‚Äď etwa f√ľr unerlaubten Schusswaffen-Besitz.

Die Durchsuchungen beruhte den Angaben zufolge √ľberwiegend auf Informationen des "National Center for Missing & Exploited Children" (NCMEC) aus den USA. Die Organisation nimmt Hinweise zu Straftaten gegen Kinder entgegen und leitet sie an die zust√§ndigen Beh√∂rden weiter. Die Ermittlungsgruppe "Berg" aus K√∂ln und die Ermittlungskommission "Rose" aus M√ľnster waren nach Angaben der Ermittler diesmal nicht Ausgangspunkt. Beide Einheiten sind damit besch√§ftigt, gro√üe Missbrauchskomplexe aufkl√§ren: Bergisch Gladbach und M√ľnster.

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Viele Missbrauchsorte in NRW

Nordrhein-Westfalen ist in den vergangenen Jahren von mehreren Missbrauchsf√§llen ersch√ľttert worden. Die Orte L√ľgde, Bergisch Gladbach und M√ľnster haben sich mittlerweile in das kollektive Ged√§chtnis gebrannt. Bei Razzien wurden gigantische Datenmengen mit Abbildungen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs sichergestellt. Mehr und mehr F√§lle landen dadurch auch vor Gericht. Die Arbeit der Beh√∂rden ist allerdings kompliziert, weil sich viele T√§ter in Chats und Foren hinter Pseudonymen verstecken und offenbar keine Sorge haben, enttarnt zu werden.

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Die ZAC NRW, die mittlerweile die Arbeit aufgenommen hat, versucht unter anderem, den Pseudonymen im Netz echte Namen zuzuordnen. Unter Federf√ľhrung der Cybercrime-Einheit hatte es auch Anfang Oktober umfangreiche Durchsuchungen in NRW gegeben. Auch damals war man Hinweisen ausl√§ndischer Beh√∂rden und Organisationen nachgegangen.

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Von Carlotta Cornelius
M√ľnster

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