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Jusos wollen Indianerkostüme "verbannen"

Von Frank Überall

Aktualisiert am 15.03.2021Lesedauer: 2 Min.
Eine Karnevalistin steht als Indianerin verkleidet auf der Zülpicher Straße (Archivbild): Geht es nach einem Antrag der Jusos, soll es solche Kostüme künftig nicht mehr geben.
Eine Karnevalistin steht als Indianerin verkleidet auf der Zülpicher Straße (Archivbild): Geht es nach einem Antrag der Jusos, soll es solche Kostüme künftig nicht mehr geben. (Quelle: Future Image/imago-images-bilder)
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Der Kölner SPD-Nachwuchs will Kostüme als Indianer oder Chinese aus dem Karneval "verbannen". Die Jusos haben einen entsprechenden Antrag verabschiedet, der für Wirbel im Rathaus sorgen dürfte.

Mit dem Vorstoß solle "Rassismus raus auf dem Karneval", heißt es in der Überschrift des Beschlusses. Die Kölner SPD wird sich bei ihrem nächsten Parteitag mit den Ideen ihrer jungen Basis beschäftigen.

Obwohl der Karneval ein weltoffenes und multikulturelles Fest sei, gebe es noch immer "Tendenzen zu Rassismus", argumentieren die Jusos. "Kulturelle Vereinnahmungen" dürfe es nicht mehr geben. Dazu gehöre beispielsweise sogenanntes "Blackfacing", bei dem man sich das Gesicht mit schwarzer Schminke anmalt, oder die Kostümierung als "amerikanische Ureinwohner/innen" oder Asiaten/innen.

Störend empfinden die Jusos auch Namen von Karnevalsgesellschaften wie der "Ihrefelder Zigeuner". Konkret sollen der Kölner Stadtrat und das Festkomitee Kölner Karneval dafür sorgen, dass solche Traditionen "verbannt" werden, heißt es von den Jusos.

Rats-SPD: "Parteientscheidung abwarten"

Im Kölner Rat geben sich die Fraktionen äußerst zurückhaltend. Viele wollen den Vorstoß auf Anfrage nicht kommentieren. SPD-Fraktionsvorsitzender Christian Joisten beispielsweise will erst einmal abwarten, wie sich seine Partei zu dem Thema stellt. Das soll beim nächsten Parteitag herauskommen, wo die Jusos ihren Antrag zur Diskussion und Abstimmung stellen werden.

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Von den Delegierten der Nachwuchsorganisation war er einstimmig angenommen worden – bei 54 Ja-Stimmen und 7 Enthaltungen.

"Ja, Karneval darf in keiner Weise rassistisch oder diskriminierend sein", erklärte Ralph Sterck, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Kölner Stadtrat: "Statt auf Verbote setzen wir jedoch auf den Dialog zwischen möglicherweise Betroffenen, wo es durchaus verschiedene Ansichten zu dem Thema gibt, und den Karnevalisten, deren Intention meist eine ganz andere war". So hätten sich schon viele Karnevalsgruppen ganz von alleine – nur durch den öffentlichen Diskurs – umbenannt oder auch ihre Kostümierung verändert, so Sterck.

Festkomitee äußert Verständnis

Beim Festkomitee Kölner Karneval betont Sprecherin Tanja Holthaus auf Anfrage von t-online, dass man sich schon immer öffentlich gegen Rassismus, Diskriminierung und Antisemitismus im Karneval ausgesprochen habe: "Nach unserem Verständnis gehören Toleranz und Vielfalt unbedingt zum Fastelovend, und die uns angeschlossenen 135 Mitgliedsgesellschaften teilen diese Werte."

Rassistisch konnotierte Vereinsnamen gebe es unter den Mitgliedern des Festkomitees nicht. Die von den Jusos angesprochenen "Ihrefelder Zigeuner" gehören dem formal organisierten Karneval nicht an. Äußern wollte sich die Karnevalsgesellschaft mit dem umstrittenen Namen auf Anfrage nicht.

"Der Karneval in Köln ist jedoch breit gefächert und auf viele Aktivitäten hat das Festkomitee keinen Einfluss", führt Sprecherin Holthaus weiter aus. Grundsätzlich gelte im Karneval wie überall, dass das eigene Verhalten "sicher nicht die Persönlichkeitsrechte anderer verletzen" solle: "Das bezieht natürlich auch Kostüme mit ein."

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