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Köln: Karl Lauterbach kritisiert Öffnungen und Reisen – "rücksichtslos"

Corona-Lockerungen  

Lauterbach kritisiert Schulöffnungen und Reisen – "rücksichtslos"

16.03.2021, 10:00 Uhr | t-online

Köln: Karl Lauterbach kritisiert Öffnungen und Reisen – "rücksichtslos". Karl Lauterbach in einer Talkshow: Der Politiker fordert eine Rückkehr zum harten Lockdown. (Quelle: imago images/Jürgen Heinrich)

Karl Lauterbach in einer Talkshow: Der Politiker fordert eine Rückkehr zum harten Lockdown. (Quelle: Jürgen Heinrich/imago images)

Trotz Inzidenz über 100 haben in Köln die Schulen geöffnet. Zudem stehen für viele die Osterferien an und damit auch Reisepläne. Der SPD-Politiker Karl Lauterbach sieht das offenbar mit großem Unbehagen. 

Köln hat am Montag die Inzidenz von 100 überschritten. Derweil öffneten in ganz Nordrhein-Westfalen die Schulen für weitere Schüler, die zum Präsenzunterricht zurückkehren. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach, der selbst in Köln wohnt, hält das für einen Fehler. Er hat sich angesichts der Lage für einen sofortigen Lockdown ausgesprochen und folgte damit auch dem Appell eines Kölner Intensivmediziners, die Lockerungen vom 8. März wieder zurückzunehmen.

"Wir müssen jetzt bundesweit die Notbremse ziehen und zurück in den Lockdown", sagte Lauterbach t-online. Lauterbach warnte: "Den Lockdown jetzt noch etwas weiter hinauszuzögern, würde Tausende Covid-Tote mehr bedeuten. Das kann doch niemand wollen." Er ging sogar noch weiter und forderte: "Auch Schulen und Kitas sollten geschlossen sein, bis genügend Tests zur Verfügung stehen."

In Köln sind am Montag Schülerinnen und Schüler wieder in den Unterricht zurückgekehrt, das Land NRW hält trotz steigender Zahlen an den Schulöffnungen fest. Laut Angaben der Stadt Köln vom Montag gibt es aktuell an 110 Schulen 173 infizierte Schüler sowie an 27 Schulen 31 infizierte Mitarbeitende.

Lauterbach übte in einem Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" Kritik am Vorgehen: "Eine Stadt von der Größe von Köln kann sich nicht hinter der Landespolitik verstecken", so der Politiker. "Es wird meistens nicht gehandelt, weil jeder die Verantwortung dem anderen zuschiebt wie eine heiße Kartoffel". Er fügte hinzu: "Die Leidtragenden sind die Kranken und die Menschen, die in fünf Wochen sterben werden."

Wann könnte es denn erste Lockerungen geben? "Wenn wir zu spät reagieren, kann es sein, dass die dritte Welle bis zum Sommer geht", so Lauterbach gegenüber dem "Stadt-Anzeiger". Wenig überraschend, dass deshalb auch Reisen und Feste in den bevorstehenden Osterferien ausfallen: "Auch an Ostern kann es keine großen Familienfeiern oder Reisen geben", sagte Lauterbach. Diejenigen, die nun nach Mallorca fliegen, hält er für "rücksichtslos". Urlauber könnten sich dort anstecken und die Infektionen wieder nach Deutschland einschleppen.

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